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28.03.2009

Pinguine buhlen um Greg Thomson

Ingolstadt/Mannheim Wenn am morgigen Sonntag das Play-off-Halbfinale in der Deutschen Eishockey-Liga beginnt, dann dürfte zumindest bei einem Ingolstädter der Puls schlagartig nach oben schnellen: Greg Thomson! Stand der 45-Jährige in der abgelaufenen Punktrunde beim ERC Ingolstadt als Headcoach hinter der Bande, so arbeitet er während den Play-offs quasi "aushilfsweise" als Assistent von Teal Fowler bei den Adlern Mannheim, die es nun mit den Eisbären Berlin zu tun bekommen. Wir sprachen mit Greg Thomson.

Nachträglich herzlichen Glückwunsch zum Einzug in die Runde der letzten Vier, Herr Thomson! Was hat den letztlich den Ausschlag zugunsten der Adler im Viertelfinal-Duell mit den Sinupret Ice Tigers gegeben (4:1)?

Thomson: Ich denke mal, dass es am Ende die höhere Qualität der Mannheimer Mannschaft war. Wir haben eigentlich in jedem Match das bessere Team gestellt - auch bei der einzigen Niederlage in Nürnberg. Dass bei den Ice Tigers dann noch einige Spieler verletzungsbedingt passen mussten, war für uns zudem sicherlich kein Nachteil.

Bleiben wir kurz bei den Sinupret Ice Tigers! Bereits am Donnerstag kam die Meldung, dass es künftig in Nürnberg wohl kein DEL-Eishockey mehr zu sehen geben wird. Wie haben Sie diese Information aufgenommen?

Pinguine buhlen um Greg Thomson

Thomson: Naja, einerseits macht mich so etwas schon ein wenig traurig, da dort in den vergangenen zwölf Jahren absolute Topleistungen abgeliefert wurden. Auf der anderen Seite hat mich das Ganze jetzt nicht wirklich überrascht. Denn wenn man hört, wie tief die Nürnberger tatsächlich in den roten Zahlen stecken, dann hätte man nicht nur einen - im positiven Sinne - verrückten, sondern auch richtig reichen Menschen benötigt, der dieses dicke Minus ausgleicht.

Kommen wir zu den Adlern Mannheim zurück! Wie groß ist - insbesondere nach dem Viertelfinal-Erfolg - die Erwartungshaltung im Umfeld?

Thomson: Riesig! Man muss aber schon auch sagen, dass die Situation mit Sicherheit nicht ganz einfach war. Man hat sich einen Spieltag vor dem Ende der Punktrunde von Chefcoach Dave King getrennt. Unsere Hauptaufgabe bestand darin, die mentale Blockade bei den meisten Jungs zu lösen und ihnen somit wieder Spaß am Eishockey zu vermitteln. Ich denke mal, dass uns das bislang ganz gut gelungen ist. Und das eine hohe Qualität im Adler-Kader vorherrscht, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

Nun geht es im Halbfinale gegen den amtierenden deutschen Meister Eisbären Berlin. Würden Sie von einem "vorweggenommenen Endspiel" sprechen?

Thomson: So weit würde ich jetzt nicht gehen. Was in der ersten Play-off-Runde allerdings ganz interessant war: Obwohl es während der Punktrunde ziemlich eng zuging, haben sich die vier erstzplatzierten Teams in ihren Duellen allesamt durchgesetzt. Daher denke ich auch, dass ab sofort wirklich alles passieren kann. Natürlich sind wir uns bewusst, dass wir in jeder Partie gegen Berlin ans absolute Limit gehen müssen, um eine Siegchance zu haben. Aber unschlagbar sind die Eisbären mit Sicherheit nicht.

Sie haben in Mannheim einen Stürmer unter Ihren Fittichen, mit dem Sie in der kommenden Saison beim ERC Ingolstadt zusammenarbeiten: Rick Girard! Welchen Eindruck konnten Sie bislang vom 34-jährigen Routinier gewinnen?

Thomson: Natürlich ist es ein Vorteil, dass ich ihn bereits jetzt unter Wettkampf-Bedingungen kennengelernt habe. Rick wird auf alle Fälle ein guter Neuzugang und Gewinn fürs kommende Panther-Team sein.

Apropos "Kommendes Panther-Team": Sie haben zwar Ihren Vertrag beim ERCI als Co-Trainer verlängert. Doch angeblich sollen Ihnen die Krefeld Pinguine den Posten als Headcoach für den wohl scheidenden Igor Pavlov (liegt ein hochkarätiges Angebot aus Russland vor) angeboten haben . . .

Thomson: Natürlich ist es sehr schmeichelhaft, wenn mein Name im Zusammenhang mit der Besetzung des Cheftrainer-Postens in Krefeld genannt wird, keine Frage! Doch ich möchte mich derzeit voll und ganz auf meine Aufgabe in Mannheim konzentrieren. Alles andere wird sich danach zeigen und klären.

l Personal-Diskussionen: Weiter in vollem Gange sind die Spekulationen in Sachen Spielerkader 2009/2010 - erst recht, nachdem es wohl bei den Sinupret Ice Tigers künftig nicht mehr weitergeht. Vor allem Verteidiger Florian Ondruschka (die NR berichtete bereits am 20. Februar exklusiv) gilt nach wie vor als "heißer Kandidat". Ursprünglich läuft der Kontrakt des 21-Jährigen in Nürnberg noch bis 2010. Kein Thema scheint dagegen der ebenfalls ins Gespräch gebrachte Abwehr-Spezialist Martin Walter (HC Litvinov) zu sein. Nach Informationen der NR hatte sich Sportdirektor Jim Boni, der seit gestern in Kanada weilt, zwar über den 25-jährigen ehemaligen deutschen Nationalspieler informiert - mehr aber auch nicht, sodass ein Wechsel als sehr unwahrscheinlich gilt.

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