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Rennertshofen-Hütting

25.06.2020

Pläne für Tiny-House-Siedlung gehen voran

So könnte ein Minihaus aussehen, das voraussichtlich ab nächstes Jahr in Hütting steht.
Bild: Pio Mars

Plus Für das Problem mit dem Landschaftsschutzgebiet scheint es eine Lösung zu geben.

Die Planungen für die Tiny-House-Siedlung im Rennertshofener Ortsteil Hütting nehmen ihren Gang. Wie berichtet, will Stefan Huber am Ortsrand eine rund 5000 Quadratmeter große Fläche ausweisen lassen, die ausschließlich Minihäusern vorbehalten ist. 20 Stellplätze sind vorgesehen, die sich locker auf dem Gelände verteilen sollen. Im bürokratischen Verfahren wird das Projekt demnächst wohl eine entscheidende Hürde nehmen.

Denn das Areal, auf dem die Tiny Houses aufgestellt werden dürfen, ist nicht ganz unproblematisch. Wie Franz Meyr von der Gemeindeverwaltung Rennertshofen sagte, liegen etwa zwei Drittel der überplanten Fläche im Landschaftsschutzgebiet des Wellheimer Trockentals, in dem nicht gebaut werden darf. Doch die Gemeinde, die mit dem Vorhaben grundsätzlich einverstanden ist, hat einen Ausweg gefunden: Die betreffende Fläche wird aus dem Landschaftsschutzgebiet herausgenommen und in exakter Größe an anderer Stelle angedockt. Das soll nach den Worten von Meyr in Rohrbach passieren auf einer Fläche, die der Firma Sonax gehört. Der Kreistag muss diesem Tausch noch zustimmen, jedoch ist nach Einschätzung von Meyr nicht damit zu rechnen, dass die Gremiumsmitglieder etwas dagegen haben könnten.

In der Tiny-House-Siedlung soll Platz für 20 Minihäuser sein

Wenn die Flächenfrage geklärt ist, dann kann ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Das Ziel der Gemeinde Rennertshofen ist es, den Gemeinderatsmitgliedern nach der Sommerpause einen entsprechenden Entwurf eines Planungsbüros präsentieren zu können. Nimmt das Verfahren ohne Verzögerungen seinen Lauf, könnten die Tiny Houses nächstes Jahr anrollen.

Noch unklar ist die Frage, ob die Besitzer für ihr Minihaus auch eine Baugenehmigung einreichen müssen. Meyr sucht noch nach Möglichkeiten, dies zu umgehen. Denn für die Verwaltung würde das nur Papierkram bedeuten und auf die Besitzer kämen zusätzliche Kosten zu.

Stefan Huber ist vom Erfolg seiner Idee überzeugt. 50 Personen hätten sich bereits auf die 20 verfügbaren Plätze beworben, zehn hätten bereits ihre fixe Zusage gegeben. Auch die meisten Bewohner aus Hütting würden dem Projekt wohlwollend gegenüberstehen. Im November vergangenen Jahres hatte er sich bei einer Infoveranstaltung den Fragen der Bürger gestellt. Und da seien offenbar, so sein Gefühl, die meisten Vorurteile aus dem Weg geräumt worden.

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Die Diskussion ist geschlossen.

03.07.2020

Ich finde es gut, dass dieses Projekt nun realisiert wird und auch die Anwohner es positiv aufnehmen! :) Vor allem dass es auch direkt eine große Anzahl an Bewerbern gibt, zeigt doch, dass die Nachfrage da ist und viele Leute gerne so leben möchten.
Daher hoffe ich sehr, dass es in Zukunft einfacher wird ein Grundstück hierfür zu finden.
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