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09.03.2009

Plan für Europas schönsten Bauplatz

Ingolstadt Die Münchner Architekten Reiner Klein und Reinhardt Sänger haben sowohl den Realisierungswettbewerb für die Erweiterung der Ingolstädter Hochschule für angewandte Wissenschaften als auch den Ideenwettbewerb der Stadt für das restliche Gießereigelände gewonnen.

Pünktlich am 1. Oktober 2012 will der Präsident der Hochschule, Professor Dr. Gunter Schweiger, in die erste Stufe der geplanten Erweiterung einziehen. Die Stadt will die Planungen für die FH-Erweiterung forcieren.

Über 21000 Quadratmeter Grundstücksfläche stehen für die Erweiterung der FH, wie die Hochschule für angewandte Wissenschaften immer noch gerne genannt wird, zwischen den schon bestehenden Hochschulgebäuden und dem Kavalier Dallwigk zur Verfügung. Dort soll nun der erste Erweiterungsbauabschnitt schnellstmöglich realisiert werden. Hochschulpräsident Professor Dr. Gunter Schweiger stellte dar, wieso die Erweiterung so wichtig ist. "Wir werden nicht nur die Anzahl der Erstsemesterstudienplätze auf 1000 verdoppeln. Wir werden auch zusätzliche Studiengänge anbieten."

800 zusätzliche Studienplätze durch den ersten Bauabschnitt

Durch den ersten Bauabschnitt könne man 800 zusätzliche Studienplätze schaffen, drei Viertel davon im technischen Bereich, 25 Prozent im Bereich Wirtschaft. Durch den Architektenwettbewerb sei dieser erste Abschnitt wieder ein Stück näher gerückt. Dabei hatte Schweiger bei der Planung auf einige Eckpunkte Wert gelegt. "Ein gemeinsamer Eingangsbereich und Campus für den bestehenden und den Erweiterungsbau soll die Hochschule zur Innenstadt hin öffnen." Zweckmäßig sollten die Bauten sein und die sogenannte Treppenwiese, südlich der Hochschule gelegen, sollte unbebaut bleiben. Denn dort soll nun erst einmal eine Container-Erweiterung entstehen, um bereits bestehende Raumengpässe zu überbrücken. Parallel zur Ausschreibung der Hochschulerweiterung hatte die Stadt Ingolstadt einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung des restlichen Gießereigeländes veranstaltet. Die stadteigene IFG besitzt dort noch einmal eine Gesamtfläche von rund 28000 Quadratmetern. Dort soll nach dem Willen der Stadt ein Kongresszentrum mit integriertem Hotel entstehen. Außerdem ist ein Büro- und Schulungsgebäude geplant, für das die lokal ansässige Automobilindustrie Bedarf angemeldet habe. Dazu OB Alfred Lehmann: "Jetzt können wir ganz konkret mit möglichen Investoren sprechen." Potentielle Interessenten gebe es mehrere, versicherte Lehmann und hegte große Hoffnung, dass das Projekt schnell umgesetzt werden könne. "In den kommenden Jahren werden wir in diesem Bereich eine große Baustelle haben." Wichtig bei der Entscheidung des Wettbewerbs sei die Integration der neuen Baukörper in die städtebaulichen Eigenheiten in diesem Bereich gewesen, so Harald Löhnert, Leiter des staatlichen Bauamtes Ingolstadt, und Siegfried Dengler, Chef des Stadtplanungsamtes. Das sei mit der Nähe des Neuen Schlosses und der historischen Festungsanlage keine einfache Aufgabenstellung gewesen. Aber, so Löhnert, das Gießereigelände sei einmal als schönster Bauplatz Europas bezeichnet worden. Und als solcher habe er eine intensive Planung verdient.

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