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EU

23.05.2017

Politik und Demokratie fangen in der Schule an

Ganz in Politiker–Manier steht er da: Bundestagsabgeordneter Reinhard Brandl. Er stellt sich den Fragen der Schülern des Descartes-Gymnasiums.
Bild: G. Bauer

Bundestagsabgeordneter Reinhard Brandl zeichnet den Schülern des Descartes–Gymnasiums die Möglichkeiten und Grenzen der Europäischen Union auf. Was er zur Kanzlerfrage und dem Luftwaffenstützpunkt in der Türkei sagt

Wer die Europäische Union (EU) wahren möchte, muss die jungen Menschen erreichen. Jugendliche kennen nur das Leben in der EU mit all ihren Vorzügen. Sie zahlen selbstverständlich mit dem Euro und reisen ohne Pass durch die europäischen Staaten. Dass Demokratie und die Vorzüge der EU nicht selbstverständlich sind, müssen sie erst lernen. Das hat die Politik verstanden und 1999 die Juniorwahl für Jugendliche eingeführt. In der Woche vor der eigentlichen Bundestagswahl (24. September) wird sie an Schulen in ganz Deutschland durchgeführt. Auch das Descartes–Gymnasium lässt seine Schüler heuer zum ersten Mal wählen. Für den gestrigen Europaprojekttag ist Bundestagsabgeordneter Reinhard Brandl an die Schule gekommen und erzählte den Schülern von den Grenzen und Möglichkeiten der EU.

Geschichtslehrerin Steffi Sauerlacher betreut das Projekt „Juniorwahl“. „Der Wahlschein wird derselbe sein wie bei der richtigen Bundestagswahl. Die Stimmzettel kommen in eine Wahlurne“, sagt Sauerlacher. „Es wird spannend, inwieweit sich das Ergebnis von dem eigentlichen unterscheiden wird.“ In den vergangenen Jahren habe die Piratenpartei gut abgeschnitten, sagt Brandl. Da diese bundesweit keine große Rolle mehr spiele, sei die diesjährige Wahl noch interessanter. Im Descartes–Gymnasium wählen die Schüler der Klassen neun bis elf.

Bevor es soweit ist, informiert Sauerlacher ihre Schüler im Geschichts- und Sozialkundeunterricht sowie an zwei Projekttagen im Juli über alles wichtige zur Wahl. Die Jugendlichen lernen den Ablauf einer Wahl, das Wahlrecht und die Programme der Parteien kennen. Teil dieses Projekts war der Vortrag von Reinhard Brandl. Er stellte den Schülern des elften Jahrgangs die EU vor – Mithilfe von Videos und Bildern veranschaulichte der Abgeordnete die Geschichte der EU, die Funktion der einzelnen Gremien und kam auch auf aktuelle Problemfelder zu sprechen: Brexit und Türkei.

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Die Jugendlichen zeigten sich sehr interessiert am Vortrag und nutzen die anschließende Fragerunde, um sich das Weltgeschehen von Reinhard Brandl erklären zu lassen. Ein Schüler fragte, wie es nach der angespannten Situation mit der Türkei mit dem Luftwaffenstützpunkt Incirlik weitergehen werde. Brandl, der selbst im Verteidigungsausschuss sitzt, konnte dazu nicht viel sagen. Nächste Woche werde er aber mehr wissen. Ein alternativer Stützpunkt könne aber Jordanien sein, derzeit laufen die Gespräche.

Auch bei der Kanzlerfrage hielt sich der Politiker bedeckt: „Die politische Stimmung in Deutschland hat sich in den vergangenen Wochen mehrmals gedreht.“ Da könne man nichts Genaues sagen. Er hoffe aber, dass Angela Merkel gewinnt. Auch werde in Zukunft die Wirtschaft Indiens und Chinas noch stärker wachsen. Deshalb sei der Zusammenhalt Europas sehr wichtig. Mit Blick auf den Brexit und die Wirtschaftsentwicklung anderer Länder ermunterte er die Schüler des Gymnasiums, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.

Brandl: „Die Schüler müssen bei der Juniorwahl eine Entscheidung treffen. Es ist gut, wenn sie das zum ersten Mal im schulischen Umfeld tun.“ Diese Wahl leiste einen wichtigen Beitrag zur politischen Bildung.

Reinhard Brandl hält heute auch in der Berufsschule in Neuburg eine Rede. Schwerpunkt dieses Vortrags ist die Sicherheitspolitik.

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