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10.02.2015

Queen Liesl und Prinz Tscharls zu Gast bei der „Fidelitas“

Nicki Schwender schimpfte als fränkische Putzfrau über die „Preißn-Schicksn“.
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Nicki Schwender schimpfte als fränkische Putzfrau über die „Preißn-Schicksn“.
Bild: Doris Bednarz

Das Mammutprogramm der Prunksitzung der "Fidelitas" begeistert mehr als vier Stunden lang das Publikum in Rennertshofen

Prinz Tscharls (Klaus Hager) rollte für Queen Liesl (Renate Büchler) stückchenweise den roten Teppich aus. Dieser hohe Besuch traf zum Schluss der Prunksitzung der Rennertshofener Faschingsgesellschaft Fidelitas ‘85 ein. Queen Liesl ließ es sich nicht nehmen, dem neuen Bürgermeister Georg Hirschbeck einen Minibesen zu überreichen, denn bekanntlich „kehren neue Besen ja besser“. Sitzungspräsident Thomas Hager erhielt an Stelle eines Ordens eine Klobrille umgehängt.

Beim vierstündigen Mammutprogramm – einem Feuerwerk an Sketchen, Parodien und tänzerischen Einlagen der kleinen und großen Garde mit beiden Prinzenpaaren – wurde es dem Publikum keine Minute langweilig. Die närrische Show mit vielen grandiosen Überraschungen ist mittlerweile ein Muss für eingefleischte Faschingsliebhaber und weit über die Grenzen Rennertshofens hinaus bekannt.

Die Turnhalle der Schule stand zum ersten Mal für diesen Zweck zur Verfügung. Zur 20. Prunksitzung der mittlerweile 30 Jahre bestehenden Faschingsgesellschaft begrüßten Präsidentin Tanja Gebert und Thomas Hager dort über 300 Zuschauer. Die Kindergarde mit dem Prinzenpaar Selina I. (Schoder) und Bastian I. (Rehm) eröffnete den fröhlichen Nachmittag. Raphael Mertl erhielt von Prinzessin Selina I. den ersten Orden.

Nach dem Sketch der Büchler-Schwestern kullerten bereits die Lachtränen: Die nicht nur optisch grundverschiedenen Schwestern – die moderne Kathy im Minirock und die eher ländlich traditionelle Franzi im Dirndl – besangen brillant ihre Unterschiede. Die Frauengruppe unter Leitung von Irmgard Pahl war mit ihren Meerjungfrauen-Kostümen in Türkis eine Augenweide. Die geforderte Zugabe tanzten die Mädels zum Shoop Shoop Song von Cher und ernteten damit tosenden Applaus.

Josef Neumeier war nach einem Jahr Aussetzen wieder mit von der Partie und warb als Dr. Hoppes bei den Anwesenden – ab 150 Kilo – für seinen Verein. „Mein Arzt meint, ich bin zu fett“, lästerte der gut gepolsterte Redner und stellte fest: „Es gibt nichts Schlimmeres als eine Diät. Rohkost soll ich zu mir nehmen… Vor oder nach dem Mittagessen?“

Im „Festausschuss“ – eine Einlage des Seniorenkreises – machten sich Anneluise Schneider, Vroni Fürholzer, Ludwig Baumgartner, Barbara Scheurer und Hildegard Altenbuchner Gedanken zum Gründungsfest und über eventuelle Events. Hier kamen Vorschläge wie Ochsenrennen oder Striptease. Weil Striptease eher einer Fleischbeschau gleichkäme und man die Ehrengäste wie Seehofer, Weigert und Brandl ja schließlich nicht brüskieren dürfe, einigte sich das Komitee auf eine Miss-Wahl.

Eine wirklich gelungene Einlage boten die „wilden Hühner“. In dem völlig verdunkelten Saal wurden mit Hilfe von Schwarzlicht-Lampen ausschließlich weiße und neonfarbene Gegenstände zum Leuchten gebracht. Die dunkel gekleideten Damen blieben für den Zuschauer unsichtbar, man sah nur die Hühner grooven. Die „Ranzhofer Putzlumpen“ Linki (Sandra Link-Augustin) und Binki (Bianca Mutzbauer) erläuterten die enorme Notwendigkeit von „Shakrenreinigungsspray to go“ und, dass das „Wegblasen“ von Staub seit der „Lewinsky“-Affäre nicht mehr erlaubt sei.

Beim Kaffeeklatsch zogen die zwei Seniorinnen Hanni (Roland Kögler) und Erna (Roland Engel) über alles und jeden her. Genial fanden sie die Geburtstagsnachfeier von Pfarrer Georg Guggemos, nachdem beim Welschbräu in der Musik-Manege nicht alle Gratulanten reingepasst hätten. „Voll daneben“ benahm sich Ehemann Ludwig Baumgartner bei einer Einladung zum Essen, als er der Gastgeberin von seinem Furunkel am „Buckl“ berichtete, das wohl gleich platzen würde. Als er nach „Ketchup zum Rinderfilet mit Sahnesoße fragte“, fand seine Gattin Anneluise Schneider das einfach nur peinlich. „Die fränkische Putzfrau“ Nicki Schwender strapazierte zum Schluss der Veranstaltung noch einmal sämtliche Lachmuskeln, als sie ihren Liebsten an Weihnachten „Preßsack-Carpaccio“ vorsetzte, weil sie es versäumt hatte, Rinderfilet vorzubestellen.

Nachdem die vier Stunden wie im Flug vergangen und der Schlussapplaus verklungen war, sangen alle zusammen noch das Fidelitas-Lied „Hedderle Mäh“.

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