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Neuburg

19.05.2017

Quelle des Quecksilbers entdeckt

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2,4 Kilogramm Quecksilber wurden am Boden der ehemaligen Brauerei Neuhof gefunden.
Bild: Feuerwehr Neuburg

Die Kripo Ingolstadt ermittelt nun gegen die Einbrecher.

Fünf Tage lang rätselten Polizei und Eigentümer über diesen seltsamen Fund. Am Sonntag entdeckten Sebastian und sein Vater Reinhard Mahr silber glänzend, „kleine Kügelchen“ auf dem Boden des Sudhauses der leer stehenden Neuhof-Brauerei. Vater und Sohn sind neben anderen Investoren Gesellschafter der Neuhof Immobilien GmbH & Co. KG und wollen so bald wie möglich Wohnungen im Sehensander Weg entstehen lassen. Im vergangenen halben Jahr hatten die Mahrs allerdings immer wieder Einbruchs- und Vandalismusprobleme, schildert Sebastian Mahr die Situation auf dem leer stehenden Gelände.

Am Montag war dann sicher, dass es sich bei dem zähflüssigen Metall auf dem Boden um Quecksilber handelt. Sebastian Mahr sagt unserer Zeitung, dass er sich nicht erklären könne, wie insgesamt 2,4 Kilogramm Quecksilber – umgerechnet 0,18 Liter – auf den Boden der alten Brauerei gelangen konnten. Dass es aus der Brauerei stammen könnte, daran hat er nicht geglaubt.

Die Wasserschutzpolizei im Einsatz

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Doch tatsächlich hat die Spurensicherung nun ein vorläufiges Ergebnis bekannt gegeben. Die Wasserschutzpolizei Beilngries fand zerbrochene Brauerei-Thermometer. Erst wunderte man sich über Scherben von Reagenzgläsern. In diesen habe sich aber lediglich „altes Bier“ befunden, berichtet Sebastian Mahr. Wie viele Thermometer zu Bruch gingen, dass sich eine derartig große Menge Quecksilber am Boden sammelte, kann Mahr nicht erklären.

Er weiß allerdings, wie es weitergeht: Die Kriminalpolizei Ingolstadt ermittelt nun gegen die Einbrecher und Vandalen. Die Eigentümer hatten zudem Glück. Die giftigen Quecksilber-Gase haben sich nicht in der Luft ausgebreitet. Die Werksfeuerwehr der Raffinerie Gunvor aus Kösching hat nach Montag ein zweites Mal mit den Spezialgeräten gemessen. Es bestand und besteht keine Gefahr für die Beteiligten. Eine Verbindung zum Quecksilber an der Hofkirche im März konnte nicht hergestellt werden.

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