Newsticker

Merkel warnt: "Wir riskieren gerade alles, was wir in den letzten Monaten erreicht haben"
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Radeln über Grenzen hinweg - und weiter

16.07.2010

Radeln über Grenzen hinweg - und weiter

Gemeinsam schneiden Landrat Christian Knauer (Aichach-Friedberg) und Landrat Roland Weigert (Neuburg-Schrobenhausen) das symbolische Band durch und weihen so mit der Unterstützung der Viertklässler Simone und Lukas den neuen Geh- und Radweg zwischen Schiltberg und Weilach ein. Fotos: Barbara Worschech

Neuburg-Schrobenhausen Mit dem Rad natürlich fuhren die Schiltberger Viertklässler am Donnerstag zur Einweihung des neuen Geh- und Radweges von Schiltberg nach Weilach. Dabei überquerten sie nicht nur die Grenze der Landkreise Aichach-Friedberg und Neuburg-Schrobenhausen, sondern radelten auch von Schwaben nach Oberbayern. Dieser Brückenschlag erklärt wohl den großen Bahnhof, mit dem der zwei Kilometer lange Weg offiziell eröffnet wurde. Landräte aus beiden Kreisen und ihre Stellvertreter, Bürgermeister, Verantwortliche aus den Bauämtern und viele Radler und Fußgänger nahmen daran teil.

Mit der Strecke schließt sich eine weitere Lücke im Radwegenetz, eine Tour von der Weilach bis zum Lech im Westen ist nun fast gefahrlos möglich. Aichach-Friedbergs Landrat Christian Knauer ging bei der Feier am Weilacher Ortsrand auf die verbliebene Lücken in seinem Kreis ein. Die Verbindung Aichach-Allenberg schilderte er als nächstes Kreisprojekt. "Wir versuchen, das Radwegenetz jedes Jahr kontinuierlich zu vergrößern", betonte der Landrat. Jeder benachbarte Landkreis lasse sich nun zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Das Geh- und Radwegenetz entlang der Kreisstraßen, für das der Kreis zuständig ist, umfasse mittlerweile rund 62 Kilometer.

Kollege Roland Weigert aus Neuburg-Schrobenhausen nannte genaue Zahlen zum neuen Weg. Von den zwei Kilometern liegen rund 1200 Meter auf seinem Gebiet, etwa 800 Meter gehören zu Aichach-Friedberg. Die Kosten von knapp einer halben Million werden mit rund 185 000 Euro staatlich gefördert. Die übrigen 300 000 Euro teilen die Landkreise sowie die Gemeinden Gachenbach und Schiltberg unter sich auf.

Schiltbergs Bürgermeister Josef Schreier prophezeite: "Es wird wenig Radwege geben, auf denen so viel los ist." Auch Gachenbachs Bürgermeister Alfred Lengler nannte die zwei Kilometer einen "Radweg, der wirklich Sinn macht". Noch dazu sei der Bau genutzt worden, um Leerrohre für Leitungen für das schnelle Internet zu verlegen. Wie sinnvoll und wichtig der neue Weg ist, bewiesen die Schiltberger Schüler. Mit Lehrerin und Schulleiterin Adelheid Konrad trugen sie ein selbst gedichtetes Lied vor. "Jetzt köm'mer sicher radeln, kein Auto fährt uns zam", brachte es eine Strophe auf den Punkt. Da am Montag bei den Viertklässern auch die Radfahrprüfung anstehe, sei das ein guter Testlauf gewesen, freute sich Konrad. Zurück zur Schule radelten die Mädchen und Buben gerne. Das lag allerdings nicht nur an dem neuen Radweg, sondern auch am "Hitzefrei", dass ihnen die Weiterfahrt zum See ermöglichte.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren