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Umwelt

06.11.2018

Ranger für das Altmühltal gesucht

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Tanja Schorer-Dremel (Dritte von links) setzte sich mit ihren Kollegen des Umweltausschusses für Ranger in den Naturparken Bayerns ein.
Bild: Naturpark Altmühltal

Der Naturpark Altmühltal stellt vier Aufseher ein, die im Schutzgebiet zwischen Mensch und Natur vermitteln sollen. Das sind ihre Aufgaben

Erst im Sommer hat der Landtag die „Naturoffensive Bayern“ verabschiedet, die Naturparks stärken soll. Mithilfe von Rangern will der Verein Naturpark Altmühltal genau das umsetzen. Insgesamt vier Aufseher sollen sich künftig um die Betreuung des knapp 3000 Quadratmeter großen Schutzgebiets zwischen Pleinfeld und Ingolstadt kümmern und als Vermittler zwischen Mensch und Natur auftreten. Dafür müssen vom Verein jährlich 28000 Euro aufgebracht werden. Den Löwenanteil trägt allerdings der Freistaat Bayern, der jede Stelle pro Jahr mit 65000 Euro fördert.

Geschäftsführer Christoph Würflein freut sich über die neue Perspektive, die sich durch die Ranger ergibt. In der Vergangenheit, sagt er, sei den Naturparks oft vorgeworfen worden, zu viel auf Tourismus zu setzen und zu wenig auf den Naturschutz zu achten. Nun werde ein aus den Nationalparks bekanntes und bewährtes System in den bayerischen Naturparks umgesetzt. „Denn dort sind Ranger seit langem und sehr erfolgreich im Einsatz“, betont Würflein.

Mit den Naturpark-Rangern soll den bestehenden umweltpädagogischen Angeboten, darunter etwa von Bund Naturschutz und Landesbund für Vogelschutz, keine Konkurrenz gemacht werden, versichert der Geschäftsführer. „Sie sollen vor Ort und inmitten des Naturparks aufklären, überwachen und vermitteln.“ Kindings Bürgermeisterin Rita Böhm freut sich ebenfalls über die neuen Mitarbeiter. Sie sieht die Ranger vor allem im Bereich der Besucherlenkung gefordert – zumal dies als Schwerpunkt in der Naturpark-Satzung verankert sei, bekräftigt die Bürgermeisterin.

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Zu den wichtigsten Aufgaben gehört neben der Besucherbetreuung im Naturpark auch Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Ranger unterstützen wissenschaftliche Untersuchungen und helfen dabei, das Naturparkgebiet zu überwachen und zu schützen. Damit das gelingt, absolvieren die Ranger noch vor ihrer Tätigkeit im Altmühltal einen dreimonatigen Kurs in Laufen und bekommen die Chance, in Nationalparks zu hospitieren.

Der Naturpark Altmühltal wird für den Einsatz und die Ansiedlung der Aufseher in vier Bereiche gegliedert, jeder Bereich erhält einen Ranger: Der Bereich West umfasst die Naturparkgemeinden in den Landkreisen Weißenburg-Gunzenhausen und Donau-Ries, der Bereich Mitte/Süd erstreckt sich über die Naturparkgemeinden in den Landkreisen Eichstätt-Süd und Neuburg-Schrobenhausen sowie die Stadt Ingolstadt und den Wittelsbacher Ausgleichsfonds. Der Bereich Mitte/Nord besteht aus den Naturparkgemeinden in den Landkreisen Eichstätt-Nord und Roth sowie der Stadt Ingolstadt. Der Bereich Ost schließt die Naturparkgemeinden in den Landkreisen Kelheim, Neumarkt und Regensburg ein.

Zwei Dienststellen stehen bereits fest. Demnach werden die Ranger der beiden Bereiche Mitte/Nord und Mitte/Süd am Informationszentrum Naturpark Altmühltal in Eichstätt eingesetzt. Dort befindet sich auch die Geschäftsstelle des Vereins, die sich um die Anstellung, Dienstaufsicht und Betreuung der Ranger kümmert. Wie der Vorsitzende Landrat Anton Knapp erläutert, seien die Stellen vorerst auf das Kalenderjahr 2019 befristet. „Allerdings hat der Umweltausschuss im bayerischen Landtag parteiübergreifend und eindeutig signalisiert, die Stellen dauerhaft zu fördern.“ (nr)

Interessierte können ihre Unterlagen noch bis Ende November per Mail an den Verein Naturpark Altmühltal unter verein@naturpark-altmuehltal.de senden.

Die Stellenbeschreibung ist im Internet zu finden unter

intern.naturpark-altmuehltal.de/stellenangebote/.

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