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Schulaktion

20.04.2015

Real im Wald unterwegs

Im Fuchsmühlhölzl pflanzten die Mädchen und Buben aus der Klasse 3a der Grundschule Rennertshofen Vogelkirschen und Hainbuchen. Mit im Bild (hinten von rechts) Andreas Hahn, Steffen Müller, Manfred Doege und Klassenleiterin Marianne Lehenmeier.
Bild: Geyer

Drittklässler pflanzen Vogelkirschen und Hainbuchen

Eine von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald durchgeführte Studie über das Waldwissen von 2100 Schülerinnen und Schüler der 3. Jahrgangsstufe und zu Vergleichszwecken auch 700 Kinder der 2. Jahrgangsstufe aus ganz Bayern brachte es an den Tag: Unsere Kinder wissen zu wenig über den Wald, kennen gerade mal ein Drittel von zwölf heimischen Baumarten, die als lebendes Blatt- und Astmaterial vorgelegt wurden, und nur rund die Hälfte der im Bild gezeigten Tierarten. Besonders aber die vielfältigen Aufgaben des Waldes für die Gesellschaft als Arbeitsplatz, Rohstofflieferant, Naturreservat und Erholungsort waren vollkommen unbekannt. Einen Lichtblick stellte die Tatsache dar, dass zusätzliche Lernangebote außerhalb des Schulbetriebes die Kenntnisse jedoch deutlich verbesserten.

„Es ist wichtig, dass die Kinder den Wald nicht nur vom Fernsehen oder Computer kennen, sondern auch mal wieder selbst hinaus gehen“, meinte Klassenleiterin Marianne Lehenmeier von der Klasse 3a der Grund- und Mittelschule Rennertshofen und nahm das Angebot von Forstanwärter Steffen Müller vom Amt für Landwirtschaft und Forsten (ALF) Pfaffenhofen gerne an, mit den Schülern eine Baumpflanzaktion durchzuführen. Der angehende Forstbeamte hatte das Projekt in einem Elternbrief bestens vorbereitet, stellte die zu pflanzenden Baumarten vor und hatte sogar an Handschuhe und „Motivationsgummibärchen“ für die jungen Waldarbeiter gedacht.

Im Fuchsmühlhölzl, dem Gemeindewald oberhalb der Gallenmühle, hatte die Kommune einen Teil des rund 40 Jahre alten Kiefernbestands fällen lassen, weil sich dort die Baumart aufgrund des Mangels von Eisen und Magnesium und des Überangebots an Kalk nicht so recht entwickelte. Auf die frei gewordenen 270 Quadratmeter pflanzten die Kinder unter der fachkundigen Anleitung von Steffen Müller, Andreas Hahn vom ALF und des Rennertshofener Revierförsters Manfred Doege Vogelkirschen und Hainbuchen. Weil die Hainbuchen eher Schatten vertragen als die lichtliebende Vogelkirsche, kamen sie an den Rand der Pflanzung, die Kirschen in die sonnenbeschienene Mitte. Obwohl es für die Kinder nicht einfach war, den Hohlspaten in den Boden zu drücken, weil es ihnen einfach am nötigen Gewicht und der Kraft fehlte, waren sie mit Feuereifer bei der Sache und konnten am Schluss der Aktion bereits ein paar ordentlich gepflanzte Reihen vorweisen. In einer weiteren Aktion dürfen ihre Mitschüler aus der Klasse 3b ebenfalls eine Pflanzung durchführen. „Mit dieser Aktion erkennen die Kinder auch, wie wichtig die Nachhaltigkeit für den Wald ist und erfassen ökologische Zusammenhänge“, wies Steffen Müller auf einen weiteren Zweck der Aktion hin.

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