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23.07.2010

Realschule - SPD hat noch Hoffnung

Neuburg/Karlshuld Die von der SPD im Kreistag favorisierte Realschulkooperation in Karlshuld hat nach Ansicht von Landratsstellvertreter Michael Kettner immer noch gute Realisierungsaussichten. Die Petition der SPD an den Landtag mündete nämlich jetzt in einen erweiterten Prüfungsantrag ans Ministerium.

Die Eingabe der Sozialdemokraten war eine Reaktion auf den eher unvorbereiteten Auftritt von Kultusminister Ludwig Spaenle beim Politischen Aschermittwoch der CSU heuer in Karlshuld. Spaenle gab einer Realschule im Donaumoos damals so gut wie keine Realisierungschance. Dass das Projekt noch gar nicht vom eigenen Ministerium überprüft worden war, stieß vielen Kommunalpolitikern sauer auf und die SPD reagierte entsprechend.

Jetzt bekam Landratsstellvertreter Michael Kettner vom Landtagsamt die Nachricht, dass die Eingabe im kulturpolitischen Ausschuss diskutiert worden sei und als erledigt betrachtet werden könne. Die positive Darstellung fußt auf der Tatsache, dass das Kultusministerium eine weitere Prüfung zugesagt hat. Das gibt Zuversicht, denn bislang bewertete das Fachressort der Staatsregierung den Gesamtkomplex auf Basis eines schrägen Zahlenbildes, so Kettner. Auch Landrat Roland Weigert sieht das so. Er hat deshalb vor wenigen Tagen einen Brief ans Ministerium mit den neuesten Übertrittszahlen nachgeschoben. Demnach hätte eine Kooperationsschule im Moos einen ausreichend großen Einzugsbereich, zumal auch viele junge Damen und Herren aus den Nachbarlandkreisen Pfaffenhofen und Aichach-Friedberg unterrichtet werden können. Wobei Pfaffenhofen bislang die Herausgabe exakter Zahlen verweigert hat. Begründung: Eine Realschule Karlshuld könnte jene in Manching gefährden. Der Landkreis hat sich aber selbst geholfen und bei seinen Schulen nachgefragt, woher die Kinder kommen. Dabei stellte sich heraus, dass alle Realschulen zusammen in allen Jahrgangsstufen zurzeit 442 Gastschüler haben.

Wichtigster Faktor in der Argumentation aber ist der Trend bei den Übertrittszahlen, der stark gegen die demografische Entwicklung läuft. Denn trotz teils drastisch sinkender Geburtenzahlen gibt es immer mehr Realschüler. Bestes Beispiel ist die Paul-Winter-Realschule in Neuburg, die heuer von 585 auf 640 Schüler anschwillt. "Da wird alles vollgestopft", beklagt Kettner. Wie mehrfach berichtet, muss die Raumnot mit Containern und dem Umbau eines Pausenraumes behoben werden.

Realschule - SPD hat noch Hoffnung

Geburtenrückgang kompensiert

"Die Geburtenzahlen sind durch die Übertrittszahlen mehr als kompensiert", betont Landrat Weigert in seinem Brief an das Ministerium. Kettner hat "durchaus gute Hoffnung", dass es in München bis Herbst zu einer grundlegenden Neubewertung der Situation im Landkreis kommt. "Für mich hat Karlshuld immer noch gute Chancen", sagte er gestern zur NR.

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