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Arbeitsmarkt

31.01.2020

Region hat weiter Vollbeschäftigung

Gegenüber Dezember 2019 erhöht sich die Arbeitslosigkeit um 453 Personen

Der Trend, den wir seit einigen Monaten bayernweit beobachten, setzt sich auch zu Jahresbeginn fort. Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im zu Ende gehenden Monat Januar ist zum einen saison- und damit witterungsbedingt, hat aber auch strukturelle und konjunkturelle Gründe. „Einige Frühindikatoren wie die sinkende Arbeitskräftenachfrage, die Verlangsamung der Ausgleichsprozesse und ein zunehmender Beratungsbedarf belegen dies“, bilanziert Johannes Kolb, Leiter der Agentur für Arbeit Ingolstadt.

Zum Stichtag waren im Stadtgebiet Ingolstadt und in den Landkreisen Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen insgesamt 6972 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen. Im Vergleich zum Vormonat entspricht dies einem Anstieg um 1307 Bürger. Enthalten ist hierin vor allem die übliche Winterarbeitslosigkeit. Darüber hinaus enden viele befristete Arbeitsverhältnisse zum Jahresende. Dennoch spielen auch konjunkturelle Aspekte vermehrt eine Rolle.

Gegenüber Dezember hat sich die Arbeitslosigkeit um 453 Personen erhöht zum Vorjahr. Dies hat einen spürbaren Anstieg der Arbeitslosenquote zur Folge. Mit 2,4 Prozent (Vorjahr: 2,3 Prozent, Vormonat: 2,0 Prozent) herrscht – volkswirtschaftlich betrachtet – aber nach wie vor Vollbeschäftigung im Agenturbezirk. Sorge bereitet Johannes Kolb von der Agentur für Arbeit Ingolstadt vor allem die über 50-Jährigen: „2620 Personen in dieser Altersgruppe sind aktuell arbeitslos gemeldet, 341 mehr als noch vor Jahresfrist.“ Trotz zuletzt etwas optimistischerer Experteneinschätzung zur gesamtwirtschaftlichen Lage stellt der Agenturchef weiter Zurückhaltung bei Stellenmeldungen und -besetzungen fest.

Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist die Arbeitslosigkeit im Januar witterungs- und konjunkturbedingt deutlich angestiegen. Zum Ende des Berichtsmonats wurden 1448 Personen arbeitslos gezählt, 322 mehr als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der arbeitslosen Landkreisbürger um 124. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich spürbar auf 2,5 Prozent (Vormonat: 2,0 Prozent, Vorjahr: 2,3 Prozent). (nr)

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