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Regional ist optimal

Beim Nasskiesabbau entstehen Baggerseen, die rund um den Fliegerhorst Neuburg-Zell wieder verfüllt werden müssen, damit nicht zu viele Rastplätze für Vögel entstehen.
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Beim Nasskiesabbau entstehen Baggerseen, die rund um den Fliegerhorst Neuburg-Zell wieder verfüllt werden müssen, damit nicht zu viele Rastplätze für Vögel entstehen.
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Sand und Kies sind essenziell für den Hoch- und Tiefbau. Der „Initiativkreis Sand und Kies für unsere Region“ macht sich stark für das Fundament unserer modernen Gesellschaft

Neuburg Ob Haus, Straße oder Brücke, ob Hoch- oder Tiefbau: Sand und Kies sind immer mit von der Partie. In Neuburg und Umgebung wird Kies abgebaut. Zum Glück ist die Region entlang der Donau gesegnet mit dem Rohstoff. Hier ist er in bester Qualität vorhanden. Damit hat der Hauptrohstoff für Häuser und Straßen einen kurzen Weg von der Förderstelle bis zur Baustelle.

Die Initiative ergreifen
Dass der Nassabbau von Sand und Kies aktuell in der Diskussion steht, nehmen die Kiesunternehmer in der Region ernst. Da sie den Baustoff auch weiterhin in ausreichender Menge und zeitgerecht zur Verfügung stellen wollen - in guter Qualität, günstig und ohne weite Transportwege - ist ihnen Aufklärung sehr wichtig.

Im Donautal wird Kies im Nassabbauverfahren gewonnen. Da das Grundwasser sehr hoch steht, entstehen die Baggerseen.
Foto: md

Verlässlicher Partner einer wirtschaftlich erfolgreichen Region bleiben und trotzdem der Umwelt verpflichtet sein - für die neun kiesabbauenden Unternehmen aus der Region, die sich zu dem Initiativkreis „Sand und Kies für unsere Region“ zusammengeschlossen haben, geht das durchaus zusammen. Die Firmen Wittmann Beton und Hans Rathei sind von unserem Landkreis in der Initiative aktiv. Darüber hinaus schürfen Wanner und Märker aus Genderkingen sowie die Firma Schimmer aus Buxheim Kies im Landkreis. Die einen bei Burgheim, die anderen bei Neuburg-Zell.

Die Quelle des Erfolgs
Kies, so Rathei, sei ein Schatz, der direkt unter unseren Füßen liegt: „Der Baustoff ist damit eine Quelle des Erfolgs für unsere ganze Region“. Nach dem Fördern wird der Kies gewaschen und der Größe nach gesiebt. „Unter vier Millimetern Durchmesser sprechen wir von Sand, wobei es verschiedene Siebgrößen bis zu 32 Millimeter gibt.“ Was größer sei, werde gebrochen und als Split genutzt. Je nachdem, wofür der Kies gebraucht wird, kommt er als Beton, Asphalt, Pflasterbelag oder in Dachplatten zum Einsatz. Firma Wittmann Kies und Beton beispielsweise veredelt den Kies direkt zu Beton und Betonfertigteilen.

Planungssicherheit bedeutet Nachhaltigkeit
Um Kies und Sand unserer Region auch künftig als wertvolle Rohstoffe zur Verfügung stellen zu können, ist der Zugriff der verarbeitenden Betriebe darauf essenzielle Voraussetzung. Weder Kies noch Sand sind beliebig verfügbar. Auf Seiten der Unternehmer sind langfristige Investitionen für den Abbau erforderlich. Dies verlangt Planungssicherheit. Das bedeutet auch, dass der Zugang zum Rohstoff Kies nicht künstlich erschwert wird. Und dass man nur Flächen ausweist, die sich zum Abbau eignen. Um eine win-win-Situation zwischen Unternehmen und Region zu etablieren, ist das zukunftsfähige und vorausschauende Fortschreiben des Regionalplans unbedingt notwendig, so Christine Wittmann. Denn hier werden die Vorrangflächen für den Kiesabbau ausgewiesen.

Kies ist ein elementarer Rohstoff für den Bau und damit für unsere Gesellschaft.
Foto: md

Gemeinsam für die Region verantwortlich
Eine solche verbrauchsnahe Rohstoffgewinnung gewährleistet eine ebenso nachhaltige und wie ökonomische Bautätigkeit. Denn von deren Zuverlässigkeit profitiert wiederum die ganze Region. Wird aber in der Region von den 9 Mitgliedern der Initiative kein Kies mehr abgebaut, stehen rund 4 Mio. Tonnen nicht mehr zur Verfügung. 200.000 Lkw-Ladungen jährlich müssten von weither herangeschafft werden. Die Folgen: ein immenser CO2-Ausstoß durch längere Transportwege - und ein deutlich teurerer Baustoff. Das will sicher niemand.

Wenn wir Umweltschutz ernst nehmen und über Nachhaltigkeit sprechen, führt kein Weg an einer heimischen Rohstoffgewinnung vorbei. Keine andere Industrie gibt der Natur mehr zurück als die Sand- und Steine-Industrie. Ehemalige Gewinnungsstätten bieten einen Mehrwert sowohl für die Bevölkerung als auch für die Natur.

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