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Transitzentrum

10.10.2017

„Regionaler Sicherheitsrat“ wird berufen

Auch am Audi-Kreisel ist ein Standort des Transitzentrums Ingolstadt/Manching.
Bild: nr

Stadt, Landkreise, Kommunen und Polizei wollen sich künftig regelmäßig beraten

Die Stadt Ingolstadt will in den kommenden Monaten einen „regionalen Sicherheitsrat“ einberufen. In diesem sollen sich die Spitzen von Kommunen und Landkreisen (Neuburg-Schrobenhausen, Eichstätt und Pfaffenhofen) sowie die Leiter von Polizei und Behörden in regelmäßigen Abständen beraten.

Wie die Stadt mitteilt, sei das eines der Ergebnisse eines Treffens von Ingolstadts Oberbürgermeister Christian Lösel ( CSU), von Manchings Bürgermeister Herbert Nerb (FW), vom stellvertretenden Pfaffenhofener Landrat Anton Westner (CSU) und vom Polizeipräsidenten des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, Günther Gietl, mit Bayerns Sozialministerin Emilia Müller (CSU) am vergangenen Wochenende. Vereinbart wurde auf dem Treffen auch, dass – „unter dem Aspekt des Sicherheitsbedürfnisses der Bevölkerung“, wie es heißt, das kamerabasierte Sicherheitssystem in und um Ingolstadt herum ausgebaut werden soll.

Hintergrund des Treffens mit der Ministerin seien die „Auswirkungen“ der von der Staatsregierung beschlossenen Umwandlung der Aufnahme- und Rückführungseinrichtung für Flüchtlinge aus den Balkan-Ländern an den Standorten Ingolstadt und Oberstimm (ARE) in ein Transitzentrum für Asylsuchende mit sogenannter „geringer Bleibewahrscheinlichkeit“. Zuletzt waren die Belegungszahlen dort wieder gestiegen.

Gibt es deshalb besondere Probleme? Seitens der Polizeiinspektion Ingolstadt hieß es gestern auf Anfrage: „Wir haben keine außergewöhnlichen Vorkommnisse rund um die Standorte des Transitzentrums in den vergangenen Monaten feststellen können.“

Das soll so bleiben. Den weiteren Angaben der Stadt zufolge wurde mit Ministerin Müller besprochen, dass die „heimische Bevölkerung entlastet“ und ihrem „Sicherheitsbedürfnis Rechnung getragen“ werden möge. Zudem habe die Stadt darauf hingewirkt, dass die Zusammensetzung der Herkunftsländer im Transitzentrum „ausgewogen“ gestaltet werde. Hierzu solle die aktuelle Belegung nach Nationalitäten überprüft, „insbesondere unter dem Aspekt der Zuwanderung aus Afrika“ wie es heißt. Auch solle bei der Belegung innerhalb der Dependancen des Transitzentrums „umgesteuert“ werden. Die Ministerin habe nach Verlautbarung der Stadt nochmals bestätigt, dass die Aufnahmeeinrichtung – wie zugesagt – im Jahr 2025 „unwiderruflich“ geschlossen werde.

Nach Auskunft der Regierung von Oberbayern sind im Transitzentrum – Stand Anfang Oktober – rund 1300 Personen untergebracht. Die Gesamtkapazität beträgt 1900 Plätze. Die dem Transitzentrum zugewiesenen asylsuchenden Menschen stammen aus Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien, Kosovo, Mazedonien, Georgien, Ukraine, Afghanistan und rund 700 aus Nigeria. (nr)

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