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Kultur in Eichstätt

15.11.2018

Residenzfestspiele Eichstätt: 5 Stücke, 35 Aufführungen

Marcel Krohn (Mitte) hatte die Idee zu den Residenz-Festspielen in Eichstätt, er leitet sie auch. Die Schauspieler Günther Brenner (links) aus Regensburg und Sepp Egerer aus Neuburg stehen ihm zur Seite und besetzen Hauptrollen.
Bild: Manfred Dittenhofer

Unterschiedliche Charaktere, außergewöhnliche Handlungen und bekannte Schauspieler sollen Besucher zu den Residenzfestspielen nach Eichstätt locken.

Das Hofbräuhaus, in dem Alois Hingerl dieses Mal sitzt, befindet sich in Eichstätt. Nicht irgendwo in Eichstätt, sondern im Innenhof der fürstbischöflichen Residenz. Wer den „Münchner im Himmel“ von Ludwig Thoma kennt, wird von dem Ablauf überrascht sein. Denn nach einem Herzinfarkt führt ihn der Boandlkramer ins Jenseits. Der Boandlkramer? Ja richtig, kam der nicht im Brandner Kaspar vor? Genau, denn das Stück, das während der Residenzfestspiele in Eichstätt aufgeführt wird, ist ein Mix aus diesen beiden Werken. Und damit sind wir schon mitten in der ersten Festspielsaison, die in Eichstätt gerade vorbereitet wird.

Sechs Wochen lang, von Juni bis August 2019, wird Eichstätt zum Festspielort, der Innenhof des Landratsamts zur Bühne. Fünf Theaterstücke plant Spielleiter Marcel Krohn, der bereits die Clingenburg Festspiele in Klingenberg geführt hat. Von 28. Juni bis 18. August sind 35 Aufführungen in Vorbereitung. Engagiert sind einige Schauspieler, die aus Funk und Fernsehen bekannt sind – wie zum Beispiel Klaus Wilcke oder Veronika von Quast. Auch lokale Größen sind dabei, so etwa Sepp und Kerstin Egerer oder Florian Schmidt.

Residenzfestspiele Eichstätt 2019: Es werden fünf Stücke gespielt

Fünf Stücke werden gespielt, für jedes Alter ist etwas dabei. Die Kindervorführung „Meister Eder und sein Pumuckel“ ist für Vierjährige geeignet. Nach oben gibt es für keines der Stücke eine Altersbegrenzung. Wie schon den Aloisius spielt auch den Meister Eder der Regensburger Schauspieler Günther Brenner. Die Hauptrolle in der barocken Komödie „Der Diener zweier Herren“, der Truffaldino, wird mit dem Neuburger Sepp Egerer besetzt. Den kannte Marcel Krohn vorher nicht. Der Festspielleiter hatte von ihm gehört und ihn per Facebook angeschrieben. Die Chemie zwischen den beiden stimmte sofort und so kam es zur Zusammenarbeit.

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Als viertes Stück hat Krohn ein Kult-Musical von Dan Goggin im Programm. „Non(n)sens“ spielt im Kloster. Dort ist der Teufel los, als 52 Ordensschwestern durch eine vergiftete Bouillabaisse dahingerafft werden. Da die Klosterkassen leer sind und eine Beerdigung finanziell nicht möglich, kommen die fünf überlebenden Ordensschwestern auf die Idee, durch eine glamouröse Spendengala die Ordenskasse zu füllen. Das Ergebnis ist bunt, schrill und voller Komik.

In einem One-Woman-Musical erzählt Ramona Schmid als Linda aus dem Leben der Ehefrau von Cole Porter. In dieser deutschen Erstaufführung sind viele Songs von einem der größten Jazzkomponisten des 20. Jahrhunderts zu hören.

Neben diesem festen Programm wird es auch Gastspiele geben. Viel darüber konnte Marcel Krohn allerdings nicht verraten. Noch steckt der Spielleiter in den Planungen.

Rund 400 Zuschauer haben pro Aufführung Platz bei den Residenzfestspielen

Im Innenhof wird eine flache Bühne aufgebaut, Tribünen für rund 400 Zuschauer werden zur Verfügung stehen. Außerdem ist ein Catering auf dem Residenzplatz angedacht. Die Schirmherrschaft über die Residenzfestspiele hat Landrat Anton Knapp übernommen – der auch gleich anregte, die Eintrittskarten doch mit dem Einheitstarif im Öffentlichen Personennahverkehr in der Region zu bewerben. Vielleicht sei sogar eine Ticketkombination möglich. Die Parkplatzsituation am Residenzplatz ist bekanntermaßen angespannt.

Wann der Kartenvorverkauf losgeht, steht noch nicht fest, wird aber an den üblichen Kartenvorverkaufsstellen stattfinden. Vorher muss der Tribünenvertrag unterzeichnet werden. Die Mietkosten für den Innenhof am Landratsamt gibt der Kreis als Zuschuss. Bei der Stadt und auch beim Landkreis hat Marcel Krohn offene Türen mit seiner Festspiel-Idee eingerannt. Kreis und Stadt erhoffen sich den Synergieeffekt, im Sommer noch eine Attraktion mehr für Touristen und Besucher anzubieten. Da freuen sich Landrat und Oberbürgermeister.

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