Newsticker
RKI meldet 8103 Neuinfektionen und 96 Tote
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Robin Hood war zu Gast im Neuburger Stadttheater

Kindertheater

16.01.2019

Robin Hood war zu Gast im Neuburger Stadttheater

Bruder Tuck (rechts) schlägt Robin Hood mit der Faust ins Gesicht. Seine Freunde hat der Mönch bereits außer Gefecht gesetzt. Diese Szene war Teil des Kindertheaterstücks über die Sagenfigur, das im Stadttheater Neuburg aufgeführt wurde.
Bild: Philipp Schäfer

Robin Hood und die Helden der Gerechtigkeit zeigen ihre unterhaltsame Geschichte aus dem Mittelalter im Stadttheater. Das war während der Aufführung geboten.

Robin Hood und sein Freund, Little John, sitzen in einem Baum im Sherwood Forest. Beschenken oder bestehlen?, fragen sich die beiden bei jedem, der im Wald vorbeikommt. So kennt man die Sagenfigur aus Nottingham in England: Er nimmt es von den Reichen und gibt es den Armen. Das Westdeutsche Tourneetheater Remscheid präsentierte das unterhaltsame Kinderstück diese Woche im Stadttheater Neuburg.

In den Wald kommt nach einiger Zeit der Mönch Bruder Tuck, er hat ein Fass Wein dabei, das er den Armen im Dorf bringen möchte. Die Helden der Gerechtigkeit wissen das nicht, woraufhin sie den Mönch angreifen. Nachdem er alle Mitglieder der Bande außer Gefecht gesetzt hat, stellt sich heraus, dass sie alle das gleiche Ziel verfolgen. Nämlich den Armen zu helfen und die Welt dadurch gerechter zu gestalten. Sie arbeiten daraufhin zusammen, um den Handlungen des bösen Sheriffs ein Ende zu setzten.

Robin Hood verliebt sich

Doch auch der Sheriff kommt in den Wald. Dort angekommen, vernimmt er ein Geräusch. Die Kinder im voll besetzten Unterrang wissen natürlich, wer das Geräusch von sich gegeben hat: Robin Hood. Der hält sich in einem Baum versteckt. Jedoch denkt der Sheriff, dass die Kinder im Publikum ihn auf den Arm nehmen wollen. Das lassen die Schüler nicht auf sich sitzen und machen das sehr lautstark deutlich und verweisen auf den Helden im Baum.

Im Sherwood Forest, der mit zwei großen echt wirkenden Bäumen dargestellt worden ist, begegnet Hood auch Lady Marian. Die beiden verlieben sich nach einiger Zeit. Doch ihnen macht der Sheriff einen Strich durch die Rechnung. Er entführt das Fräulein und bringt es in das Schloss des Prinzen.

Das Publikum macht kräftig mit

Aus diesem Grund benötigt Hood die Hilfe des Publikums. Sofort gehen alle Finger im Saal in die Höhe. Ein kleines Mädchen wird auf die Bühne vor den geschlossenen Vorhang gebeten und von Robin Hood zur ersten Ausbilderin ernannt. Sie und das Publikum klatschen und stampfen, um ihrem Helden zu helfen. So nutzt das Theater die Umbauphase des Bühnenbilds kreativ und für die Kinder war etwas geboten.

Der Vorhang öffnet sich wieder und man kann die unter einer Decke auf dem Thron sitzende Lady Marian erkennen. Nun erscheint auch Prinz John im Thronsaal. Er soll raten, was sich unter der Decke befindet. „Ein Mädchen, ein Mädchen“, brüllen die Kinder im Publikum immer wieder. Aber der Prinz denkt an etwas anderes. Als die Lady einen Ton von sich gibt, vermutet er einen Papagei.

Robin Hood: Spannendes Theater

Der Sheriff lüftet das Geheimnis und erklärt dem verwunderten König, was es mit diesem Geschenk auf sich hat. Er soll Marian heiraten, damit sein sehnlichster Wunsch, König zu werden, in Erfüllung geht. Doch wieder gibt es Einwände und Bedenken aus dem Publikum „Nein, nein, nein“ oder „böser König“. Am Tag der arrangierten Hochzeit schleicht sich unser Held, verkleidet als Priester, in das Schloss. Dort kommt es, bei dramatisch gedimmtem Licht, kurze Zeit später zum Schwertkampf zwischen dem Sheriff und Robin Hood. Die Kinder feuern ihren Helden an. Er gewinnt und heiratet seine große Liebe Marian. Am Ende waren alle glücklich und feierten die Hochzeit, den Sieg über den Sheriff von Nottingham und den Sieg über Prinz John. Für die Kinder war in dem etwa einstündigen Stück einiges geboten. Ein durchaus spannendes Theater, das durch Gesang und Tanz abwechslungsreich gestaltet worden ist. Neben einigen actionreichen Kämpfen waren auch humorvolle, witzige Szenen enthalten.

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren