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Rohrenfels

08.05.2019

Rohrenfels: Ein Restaurant statt eines Dorfladens

Ende 2014 hat die Bäckerei in Rohrenfels geschlossen. In den Räumen sollte ein Dorfladen mit Café und Postfiliale entstehen. Doch aus den Ideen wurde nichts. Jetzt hat ein Gastronom das Gebäude gekauft und will dort ein Lokal eröffnen.
Bild: Claudia Stegmann

Die Idee eines Nahversorgers wurde endgültig begraben. Das liegt auch daran, dass das passende Gebäude dafür verkauft wurde. Dort soll nun ein Lokal entstehen.

Während die Klingsmooser auf einem guten Weg sind, in ihrem Ort einen Dorfladen aufzubauen, wurden die Pläne in Rohrenfels nun endgültig begraben. Letztlich scheiterte das Vorhaben am Willen der Bürger und infolgedessen an der Finanzierung. Die Rohrenfelser waren bereit, 23.000 Euro in einen bürgerschaftlichen Dorfladen zu investieren. Notwendig wären allerdings 80.000 Euro gewesen. Seit dem letzten öffentlichen Treffen des Arbeitskreises mit interessierten Bürgern im Dezember vergangenen Jahres lag das Thema deshalb auf Eis – und wurde jetzt von Bürgermeister Wigbert Kramer quasi für tot erklärt. Denn neben den fehlenden finanziellen Mitteln brach den Dorfladen-Befürwortern zuletzt auch der priorisierte Standort weg: die ehemalige Bäckerei Jann in der Dorfmitte. Das Anwesen wurde verkauft – und der neue Eigentümer hat nun andere Pläne mit dem Haus.

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Das Restaurant in Rohrenfels könnte noch dieses Jahr eröffnen

Gerlando Cuffaro, Besitzer des „Primavera“ in Neuburg, hat das Gebäude von Gabriele Jann erworben. Der Besitzübergang findet offiziell zum 1. Juni statt. „Wir wissen noch nicht hundertprozentig, was wir dort genau machen. Wir planen noch“, sagt der Italiener. Doch in erster Linie würde der Gastronom gerne ein italienisches Restaurant eröffnen. Das Problem seien nicht die Ideen, die ihm im Kopf herumschwirren würden, sondern das Personal, das er dafür bräuchte. Das sei zunehmend schwer zu finden. Wenn jedoch alles wie am Schnürchen laufe, wolle er das Lokal noch dieses Jahr eröffnen.

Unberührt von den Plänen im Erdgeschoss des Hauses blieben die Wohnungen und die Gewerbefläche, die derzeit vermietet sind, betont Gerlando Cuffaro. Die Mieter müssten sich keine Sorgen machen und könnten weiterhin dort wohnen beziehungsweise arbeiten. Die Stiftung St. Johannes, die dort minderjährige Asylbewerber betreut hat, hat sich schon vor einem Jahr zurückgezogen, die jetzt noch verbleibenden Flüchtlinge werden über kurz oder lang ausziehen und sich eigene Wohnungen suchen, bestätigt die Fördereinrichtung aus Schweinspoint.

An dem Anwesen wäre grundsätzlich auch die Gemeinde interessiert gewesen. Wigbert Kramer hätte dort beispielsweise ein betreutes Wohnheim, ein Mehrgenerationenhaus oder sogar ein eigenes Rathaus samt Verwaltung gesehen. Rein rechtlich hätte die Kommune nach dem Verkauf ein Vorkaufsrecht erwirken können. Doch dafür hätten letztlich die Voraussetzungen gefehlt.

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