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Wissenschaft

03.11.2017

Rolle der Bioenergie im Energiemix der Zukunft

Forschungsaußenstelle Neuburg der TH Ingolstadt ist mit erstem geförderten Forschungsprojekt gestartet

Die Forschungsaußenstelle Neuburg der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI) ist mit ihrem ersten Forschungsprojekt offiziell gestartet. Zusammen mit der Universität Stuttgart sowie der gemeinnützigen Gesellschaft DIALOGIK untersucht die THI in den kommenden zwei Jahren die Rolle und den Beitrag der Bioenergie im zukünftigen Energiesystem zur Erreichung der in Paris beschlossenen Klimaschutzziele. Hierfür entwickelt das Forscherteam rund um Prof. Dr. Uwe Holzhammer, Professor für Energiesystemtechnik am Institut für neue Energie-Systeme der THI, Szenarien für die Jahre 2030, 2040 und 2050.

Erneuerbare Energien nehmen künftig einen wichtigen Anteil in der Energieversorgung ein. Da sich die Technologien erneuerbarer Energien in den Kosten sowie in ihren Beiträgen zu Versorgungssicherheit und Klimaschutz unterscheiden, berücksichtigen die THI-Forscher diese drei Aspekte in ihrer Analyse. Auf dieser Basis können sie den optimalen Anteil der Bioenergie im zukünftigen Energiemix ermitteln.

Strom aus Bioenergie kann im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien auch dann bereitgestellt werden, wenn weder Wind weht noch die Sonne scheint. Zwar zeigen bereits einzelne Biogasanlagen in der Region diese Flexibilität, dennoch ist diese Eigenschaft der Bioenergieanlagen in vielen Studien zum zukünftigen Energiemix bislang unterrepräsentiert. Die THI-Forscher sowie ihre Projektpartner möchten dies mit ihrer Arbeit ändern. In ihre Forschungsarbeit beziehen die THI-Wissenschaftler Experten aus ganz Deutschland ein - sowohl Energieerzeuger als auch Vertreter der Wissenschaft und Politik, welche die Themen unter anderem in Neuburg an der Donau intensiv diskutieren. Damit sichern die Forscher eine hohe Validität ihrer Ergebnisse und sorgen für eine deutschlandweite Relevanz des Projekts.

Das Forschungsprojekt trägt den Namen „OptiSys“ und wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit insgesamt 312000 Euro gefördert. Weitere Forschungsprojekte der Forschungsaußenstelle Neuburg sind in Vorbereitung. (nr)

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