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Jahresrückblick

28.12.2020

Rückblick auf das Krisenjahr 2020: Im April legt Corona das Leben still

Die Maske wird im April zur Pflicht.
Bild: Roberto Pfeil, dpa (Symbolfoto)

Plus Die meisten Bereiche des öffentlichen Lebens standen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen coronabedingt still. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wurde indes Gebot. Der April im Rückblick.

Zum Jahreswechsel blickt die Redaktion der Neuburger Rundschau zurück: Was geschah 2020? Was beschäftigte uns im Jahr der Pandemie? Wen betrauerten wir, wem dankten wir, welche Dinge hielten uns in Atem? Hier Teil vier unseres Rückblicks, der April:

Jahresrückblick 2020 im Raum Neuburg: So war der April im Krisenjahr

  • Religion: In der Karwoche und an Ostern dürfen wegen der Pandemie keine großen Gottesdienste gefeiert werden. Einige Kirchen, wie die Christuskirche in Neuburg, behelfen sich mit Videoübertragungen der Andachten. Die Neuburger machten trotzdem das Beste aus der Krisenlage, gingen spazieren und feierten Ostern familiär zuhause. In Neuburg sind außerdem alle Taufen, Kommunionen und Firmungen abgesagt.
  • Kunst: Die Kunst hat es schwer in der Corona-Krise. Aufgrund der bundesweit geltenden Infektionsschutzmaßnahmen dürfen Museen derzeit nicht geöffnet sein. Galeristin Barbara Nassler versteigert ausgewählte Rizzi-Werke online. Der Erlös geht an die Neuburger Tafel.
  • Bauen: Es gibt Streit wegen zwei Mehrfamilienhäusern in Bittenbrunn. Der Investor will neu bauen. Anwohner und Bauverwaltung wollen das verhindern.
  • Pflegeheime: Erste Infektionen mit dem Coronavirus werden in Pflegeheimen im Landkreis gemeldet. Das Gesundheitsamt führt daraufhin Reihentestungen bei Bewohnern und Personal durch. Betroffen sind unter anderem Einrichtungen in Straß, Schrobenhausen und Ingolstadt.
Erntehelfer sind in dieser Spargelsaison knapp.
Bild: Roland Weihrauch, dpa (Symbolfoto)
  • Wochenmarkt: Der erste frühe Spargel wird auf dem Neuburger Wochenmarkt verkauft. Zwar sind Erntehelfer wegen der Einreisebeschränkungen knapp, der Spargelsaisonstart gelingt dennoch. Das Tragen eines Mundschutzes wird Pflicht.
  • Kinderbetreuung: Alle Einrichtungen sind geschlossen. Einige Gemeinden, wie beispielsweise Karlshuld, erlassen den Eltern die Gebühren.
  • Einzelhandel: Trotz menschenleerer Innenstadt wehrt sich der lokale Einzelhandel gegen den Stillstand. Einige Händler bieten ihre Ware online an. Das Stadtmarketing unterstützt die Geschäftsleute bei den Auslieferungen.
  • Arbeitsmarkt: Viele Unternehmen im Landkreis melden wegen der Corona-Krise und den damit verbundenen Schließungen und Ausfällen Kurzarbeit an.
  • Sanierung: Die Tiefgarage Fürstgarten in Neuburg wird termingerecht Anfang April nach der Sanierung geöffnet. Das Projekt kostete 350.000 Euro.
  • Städtepartnerschaft: Die Stadt Séte in Frankreich ist stark vom Virus betroffen. Im italienischen Malcesine vermisst man die Touristen.
  • Coronavirus: Kein Unterricht und kein Kinobesuch mit Freunden, kein Training im Sportverein und keine Auftritte mit der Band oder dem Chor – das Coronavirus stellt das Leben auf den Kopf.

Landkreis verteilt Schutzausrüstung unter anderem an Krankenhäuser

  • Amateurfußball: Während die Bundesliga-Teams zumindest in kleinen Gruppen wieder üben, ruht im Amateur-Bereich nach wie vor der Trainings- und Spielbetrieb.
  • Schutzausrüstung: Der Landkreis verteilt Schutzausrüstung an Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Der Bedarf an Masken, Kitteln, Handschuhen und Desinfektionsmittel ist enorm hoch. Vom Bund kommen FFP2-Masken und OP-Masken.
  • Erste Hilfe: Lucia Bögler und Florian Habermeyer handeln bei einem Brand beherzt und bewahren so ein Rentnerpaar vor schlimmen Folgen. Oberbürgermeister Bernhard Gmehling ehrt die Lebensretter.
  • Wirtschaft: Die Viruskrise wirft die Wirtschaft massiv zurück. Die Einnahmen der Kommunen brechen ein, bei der Stadt Neuburg um 400.000 Euro in zwei Wochen. Abgesehen von diesen Verlusten an Gewerbesteuer rechnet die Kämmerei mit 2,5 bis drei Millionen Euro weniger Einkommensteueranteil.
  • Krankenhaus: Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) an der KJF Klinik Sankt Elisabeth hat mit Angela Kuß eine neue Leiterin.
  • Hochwasser: Die Absiedlung von Straß-Moos geht weiter. 21 Anwesen sind bereits verschwunden und für 4,3 Millionen Euro abgelöst. Die Hälfte der Häuser ist damit weg.
  • Mund-Nasen-Schutz: Ab dem 20. April gilt das „dringende Gebot“ der Staatsregierung, in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
  • Abriss: Die ehemalige Rennertshofener Molkerei wird abgerissen. Doch nicht alles verschwindet. Es sollen Wohnungen entstehen.
  • Wetter: Die seit Wochen andauernde Trockenheit macht vor allem den Wäldern in der Region zu schaffen.
  • Hochzeiten: Viele Paare müssen wegen der Pandemie ihren großen Tag absagen und ins kommende Jahr verschieben.
  • Landesgartenschau: Die Landesgartenschau in Ingolstadt, an der auch der Landkreis Neuburg-Schrobenhausen beteiligt gewesen wäre, fällt für heuer aus und soll auf nächstes Jahr verschoben werden.
  • 75 Jahre Kriegsende: Statt der geplanten Gedenkfeier spricht Oberbürgermeister Bernhard Gmehling in einer Videoansprache über den wichtigen Tag für Neuburg.
  • Klimaschutz: Fridays for Future Aktivisten bleiben auch in Corona-Zeiten aktiv. Der Protest wird von der Straße ins Internet verlegt.

Hier finden Sie die anderen Teile unseres Rückblicks:

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