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Bühne

20.04.2015

„Ruhestand – und plötzlich war die Ruhe weg!“

Unterhielten ihr Publikum glänzend: die Theatergruppe des Schützenvereins Alt Baring.
Bild: Henner Kress

Toller Auftakt der Theatergruppe des Schützenvereins Alt Baring

Am letzten Freitag hieß es wieder „Vorhang auf und Bühne frei“ bei der Theatergruppe des Schützenvereins Alt Baring. Diesmal hatte das Ensemble die (zeitgemäße) Geschichte eines „Jungruheständlers“ aufgegriffen und wieder einen Volltreffer gelandet.

Unter der Regie von Ingrid Stemmer ist dem Team die Umsetzung des Themas „Eintritt in den Ruhestand“ hervorragend gelungen und die Zuschauer konnten an den Erlebnissen des Ruheständlers Julius Klein, gespielt von Karl „Charly“ Simon, teilnehmen. Wie üblich bei der Theatergruppe wurden Örtlichkeiten und Persönlichkeiten ins Stück integriert und sorgten für zusätzliche Heiterkeit.

Mit Beginn der Handlung taucht der Zuschauer in eine höchst amüsante und unterhaltsame Aufführung ein. Dank der überzeugenden schauspielerischen Leistungen aller Darsteller wurde es ein bayrisch-deftiger, kurzweiliger Abend. Der allerdings auch in der einen oder anderen Szene ein wenig zum Nachdenken anregte. Manches des Gespielten ist für die Zuschauer anscheinend nicht ganz unbekannt.

Schon die erste Szene, in der die Nachbarschaft die Begrüßungsfeier für den Ruheständler organisiert, löst Begeisterung beim Publikum aus.

Die Diskussion über die Beschriftung des Empfangsbanners, wie man denn nun Rente schreibt, mit „t“ oder mit „d“ (Dialekt) zwischen Karola Brand (Sina Egen) und Erwin Hirsch (Andreas Hackenberg), ist einfach köstlich und lässt das Publikum nicht mehr zur Ruhe kommen.

Die Uhren im Hause Klein sollen jetzt anders schlagen, zumindest nach den Vorstellungen des „Neuen Chefs“. Auseinandersetzungen über Tagesablauf, Essensgestaltung oder Hausrenovierung zwischen dem Ruheständler und seiner Frau Therese, gespielt von Maria Fürleger, entwickeln schnell eine Eigendynamik und haben einen gewissen Reiz, sind aber manchmal auch recht deftig. Karl Simon läuft als „Haustyrann“ zur wahren Höchstform auf.

Zum Glück gibt es aber die Jugend, Lisa Hausfelder als Tochter und Freund Michael Habermeier, der mit seinen „coolen“ Sprüchen die Wogen immer wieder glättet.

Nadine Geier, ehemalige Sekretärin, Richard Riedelsheimer und Florian Schlamp komplettieren das glänzend besetzte Team. Die Baringer Theatergruppe hat, sowohl bei der Auswahl des Stückes als auch bei der Besetzung der Rollen, einmal mehr den Geschmack des Publikums getroffen und perfekte Unterhaltung geboten.

Am kommenden Wochenende, am 24., 25. und 26. April, jeweils um 19.30 Uhr, wird im Baringer Schützenheim das Stück wieder aufgeführt. Karten kann man unter 08431/1694 bestellen.

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