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Kirche

17.08.2020

Scheidende Pfarrerin war gerührt von Reden und Geschenken

Dekan Thomas Schwarz entpflichtete Pfarrerin Cornelia Dölfel von ihren Aufgaben als Pfarrerin von Ludwigsmoos und entließ sie in den Ruhestand.
Bild: Andrea Hammerl

Plus Feierliche Verabschiedung von Pfarrerin Cornelia Dölfel. Die evangelische Kirche Ludwigsmoos sagt Danke für ihre geleistete Arbeit.

Ein Regenbogen zeigte sich über der evangelischen Kirche Ludwigsmoos, während Pfarrerin Cornelia Dölfel auf dem Kirchplatz von ihrem Amt als Pfarrerin von Ludwigsmoos-Pöttmes sowie vom Dienst als Pfarrerin allgemein entpflichtet wurde. Dekan Thomas Schwarz dankte für 19 Jahre, die sie als Pfarrerin zum Wohle der Menschen gearbeitet hatte, davon die letzten sechs Jahre in Ludwigsmoos.

Er betonte die Freiheit, die mit dem wohlverdienten Ruhestand verbunden sei – nun müsse sie sich keine Gedanken mehr über Sitzungen machen und auch „keine Gedanken anderer mehr erleiden“. Schwarz lobte ihren Einsatz für die Notfallseelsorge und damit für Menschen in existenziellen Situationen sowie den Mut, den Dölfel gemeinsam mit den anderen Moospfarrern bewiesen hatte, als sie die „richtige Entscheidung für ein gemeinsames Donaumoos-Pfarrbüro“ trafen. „Wer hätte gedacht, dass Frau Dölfel noch zum Videostar werden würde“, schloss der Dekan seine Rede humorvoll, „so viel digitale Affinität hätte ihr niemand zugetraut, der sie vor Corona kannte.“ Die Mit-Video-Stars Eva Biolek und Benedikt Schäfer erfüllten Dölfel an Piano und Mikro sowie mit Posaunenchor und Sängern des Singkreises Open-Heart gleich mehrere Musikwünsche. Die Musik ging zu Herzen und wertete den ohnehin feierlichen Abschiedsgottesdienst noch einmal auf.

In ihrer letzten Predigt erzählte Pfarrerin Dölfel vom Jakobsweg

In ihrer letzten Predigt in Ludwigsmoos erzählte Dölfel vom Jakobsweg, auf dem sie vor 20 Jahren drei Wochen lang bis nach Santiago de Compostela unterwegs war. Sie habe gelernt, dass der Mensch wenig brauche und damit stets rechtzeitig versorgt werde. Daraus resultierte ein unerschütterliches Vertrauen in Gott, der ihr den Weg zeige.

Pöttmes Bürgermeister Mirko Ketz würdigte Dölfel als „engagierten und herzlichen Menschen“, sein Königsmooser Kollege Heinrich Seißler erinnerte an zahlreiche gemeinsame Einweihungen, die in der im Donaumoos gepflegten ökumenischen Eintracht gefeiert wurden. Auch weltliche Begegnungen mit Dölfel wie Bürgerversammlungen habe er stets als bereichernd empfunden, „auch wenn ich Ihrem Wunsch nach breiteren Gehwegen nicht nachkommen konnte“. Seißler erinnerte Dekan Schwarz daran, dass Königsmoos nun zwei vakante Pfarrstellen habe und gänzlich ohne evangelischen Pfarrer auskommen müsse, worauf Schwarz antwortete, die Stelle in Ludwigsmoos werde im November ausgeschrieben.

Für die Kirchengemeinde dankte Vertrauensmann und Lektor Erwin Kleber Dölfel für ihre Arbeit, insbesondere ihren Einsatz für die Jugend. Dölfel zeigte sich gerührt von Reden und Geschenken und entschuldigte sich dafür, dass sie manchmal eher ein Bremser gewesen sei angesichts so vieler guter Ideen.

Mit ihrem Geschenk für die Gottesdienstteilnehmer – Kräuterbuschen des Katholischen Frauenbundes – lieferte sie den Beweis für gelebte Ökumene im Moos.

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