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Schloßfest: Geht es nicht auch ohne Tiere?

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Kommentar Von Fabian Kluge
01.07.2019

Wieder einmal gibt es Ärger mit dem Mäuseroulette. Wie sehr würde die Attraktivität des Schloßfests leiden, wenn es keine Mäuse mehr gäbe?

Es vergeht kaum ein Schloßfest, ohne dass das Mäuseroulette kritisiert wird. In diesem Jahr scheint der Streit zu eskalieren. Tierquälerei nennt der Chef des Tierschutzvereins das, was in Matthias Enghubers kleinem Stand am Schloss stattfindet. Mindestens ein eindeutiger Verstoß gegen das Tierschutzgesetz sei das Spiel. Die Argumente des Tierheimleiters Gerhard Schmidt sind nachvollziehbar.

Wem Nagetiere vertraut sind, der kennt auch ihre Ängste. So mögen sie es beispielsweise nicht, wenn man sie von oben greift. Sie verbinden das mit dem Angriff eines Raubtiers. Genau das passiert aber während des Mäuseroulettes. Zwar handelt es sich bei dem Spiel um ein authentisches Überbleibsel aus dem Mittelalter und hat sich auch auf vielen Renaissancefesten zu einer festen Größe gemausert. Doch die Frage muss erlaubt sein, ob Attraktionen wie diese noch zeitgemäß sind.

Tierschutz: Zirkuswesen denkt um

Eine Branche, die sich mit dieser Kritik auskennt, ist das Zirkuswesen. Regelmäßig protestieren Tierschützer gegen die Shows und den Einsatz von Wildtieren. Auch dort hat jüngst ein Umdenken stattgefunden. Zirkusriesen wie Cirque du Soleil, Flic Flac oder Roncalli verzichten neuerdings ganz auf den Einsatz von Tieren – ein begrüßenswerter Schritt, den auch der Verkehrsverein wagen sollte. Zumindest teilweise. Den Pferden würden sicherlich einige Besucher nachtrauern. Doch wie sehr leidet die Attraktivität des Schloßfests wirklich, wenn es keine Mäuse mehr gibt?

Lesen Sie dazu den Artikel "Schloßfest: Aus die Maus für das Roulette?" von Fabian Kluge.

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