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Verkehr in Königsmoos

26.05.2020

Schluss mit Gehopper: Radwege in Königsmoos werden saniert

Am Friedhof Untermaxfeld ähnelt der Radweg einer Buckelpiste, wie oft moniert wird. Nun soll der Weg saniert werden.
Bild: Ute De Pascale

Plus Der Gemeinderat Königsmoos beschließt die Sanierung von Radwegen – zunächst die der am stärksten betroffenen Strecken. Und auch Königsmoos möchte ein Ratsinfosystem.

Von „Buckelpisten“ ist die Rede, vom „ewigen Gehopper“ – und von Radfahrern, die sich per Anruf im Rathaus darüber echauffieren: Die Geh- und Radwege in der Gemeinde Königsmoos sind nicht unbedingt in top Zustand. Abhilfe sollen nun Sanierungsmaßnahmen schaffen, für die sich die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung aussprachen – zunächst an den beiden am stärksten betroffenen Strecken. Darüber hinaus beschlossen die Räte die Einführung eines Ratsinformationssystems.

Baumaßnahmen: Die Kosten in der Birkenstraße liegen bei etwa 60.000 Euro

Aufbrüche, die Verlegung von Anschlüssen, gerade im Moos selbstverständlich auch natürliche Begebenheiten – das alles setzt den Geh- und Radwegen auf Dauer zu. Als die „holprigsten“ habe man die Bereiche Birkenstraße – vom Friedhof Untermaxfeld Richtung Obermaxfeld – und Pöttmeser Straße ausgemacht, berichtete Bürgermeister Heinrich Seißler.

Beim Ortstermin entstand die Idee, eine vier Zentimeter dicke Asphalt-Feinschicht aufzutragen, samt Anpassung der Zufahrten. Während die Kosten in der Birkenstraße bei etwa 60.000 Euro liegen dürften, würde der Bereich Klingsmoos mit Pöttmeser Straße wegen der vielen Hofeinfahrten mit bis zu 180.000 Euro wesentlich teurer, so Seißler. Dennoch: Der Haushalt gäbe das her, ist der Königsmooser Bürgermeister überzeugt. „Für Maßnahmen wie diese haben wir im Haushalt 250.000 Euro.“

Schluss mit Gehopper: Radwege in Königsmoos werden saniert

Wichtig sei jedoch, Schäden im Untergrund zuvor zu beseitigen, gaben einige der Gemeinderäte zu bedenken. Auch wenn die nicht immer ohne Weiteres erkennbar seien - „die gravierendsten Stellen sollten hergerichtet werden“, pflichtete ihnen Seißler bei. Doch ihm ist bewusst: „Das alles wird keine ewige Lösung sein.“ Alles von Grund auf in Ordnung zu bringen, sei schlicht und ergreifend nicht bezahlbar. „Wenn wir den ganzen Gehweg herausreißen, auskoffern, den Unterbau neu machen, drüber asphaltieren - dann müsst ihr an die Summen hinten einen Nuller dranhängen“, sagte Seißler.

Auch, um einmal grundsätzlich herauszufinden, ob sich eine derartige Maßnahme überhaupt lohne, plädierte der Bürgermeister für die ins Auge gefassten Sanierungsarbeiten. Wegen der unterschiedlich tiefen Böden hätte man dann auch gleich den Vergleich „wo, beziehungsweise bei welchem Untergrund bringt’s was, und wo nicht“, so Seißler. Vor allem aber hätte man „vielleicht für zehn Jahre wieder saubere Geh- und Radwege, ohne dieses ewige Gehopper.“

In ihrer Sitzung diskutierten die Gemeinderäte und Bürgermeister Heinrich Seißler unter anderem Radwege.
Bild: Ute De Pascale

Auch über ihr geplantes Ratsinformationssystem debattierten die Königsmooser Gemeinderäte in ihrer Sitzung. Wobei es da weniger um die grundsätzliche Frage pro oder contra Ratssystem ging. Nicht zuletzt aufgrund der vielen positiven Erfahrungen anderer Gemeinden war man sich schnell einig: So etwas möchte man in Königsmoos ebenfalls! Vielmehr entwickelte sich eine längere Debatte für oder gegen die Anschaffung von Tablets.

Gemeinderat in Königsmoos: Bei den Tablets gab es einen Kompromiss

Heraus kam schließlich ein Kompromiss: Wer von den Gemeinderäten ein Tablet möchte, bekommt eines, wird darauf verzichtet, gibt es stattdessen einen Zuschuss in Höhe von 100 Euro. Eine Sitzungs-App, um auch offline arbeiten zu können, hielten die Königsmooser Räte dagegen nicht für nötig.

Geschäftsleiter Gerhard Ottillinger hatte den Königsmooser Gemeinderäten zuvor das Ratsinformationssystem näher erläutert. Zum einen werde ein Sitzungsdienst benötigt, „eine Software, die wir im Rathaus brauchen – für Einladungen, Niederschriften, beglaubigte Auszüge et cetera“. Die Kosten: 2.225 Euro einmalig sowie für die Softwarepflege monatlich rund 50 Euro. Hinzu käme das eigentliche Ratsinformationssystem, also „das Programm, das ihr braucht, damit ihr verschlüsselt, absolut sicher – weil ja auch nichtöffentliche Punkte übermittelt werden – darauf zugreifen könnt“, sagte Ottillinger. Kosten hierfür: 1.500 Euro, plus 33 Euro monatlich für die Softwarepflege. Darüber hinaus werden für jedes Tablet 500 Euro veranschlagt – inklusive Windows10, Office-Paket, Tastatur sowie fix und fertig installiert.

Personelles aus dem Gremium in Königsmoos

  • Fraktionssprecher: CSU: Markus Appel (Stellvertreter: Bernd Felbermaier), FW: Josef Kraus (Andreas Völler), BGK: Jürgen Bolleininger (Alexander Edler)
  • Personal- und Finanzausschuss: Vorsitzender: Bürgermeister Heinrich Seißler; Mitglieder CSU: Marco Stemmer und Markus Appel; FW: Stefan Fäustlin und Andreas Völler; BGK: Hans-Peter Schnepf und Alexander Edler
  • Grundstücks- und Bauausschuss: Vorsitzender Heinrich Seißler; Mitglieder CSU: Stefan Schnell und Bernd Felbermaier; FW: Josef Kraus und Johann Schiele; BGK: Hans-Peter Schnepf und Erhard Berger.
  • Rechnungsprüfungsausschuss: Mitglieder CSU: Markus Appel (Vorsitzender) und Marco Stemmer. FW: Reiner Huber und Hans Steierl; BGK: Philipp Klink und Alexander Edler
  • Verbandsräte für den Zweckverband Arnbachgruppe: Marco Stemmer, Bernd Felbermaier, Reiner Huber, Hans Steierl Jürgen Bolleininger und Heinrich Seißler
  • Mitglied für den Schulverband Karlshuld: Heinrich Seißler (Stellvertreter Jürgen Bolleininger) und Marco Stemmer (Stefan Fäustlin)
  • Jugendreferent: Philipp Klink (Alexander Edler)
  • Seniorenbeauftragte: Auguste Schmid

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