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Rennertshofen

16.04.2018

Schnaken schwirren vorerst weiter

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2015 wurde in der Gemeinde Rennertshofen die Forderung nach einer Stechmückenbekämpfung laut. Seitdem wird diskutiert, überlegt und untersucht. Auch dieses Jahr müssen sich die Bürger weiter gedulden. 

Derzeit untersuchen Experten potenzielle Brutgebiete in der Gemeinde Rennertshofen. Danach entscheidet sich, ob und wie die Stechmücken bekämpft werden können.

Wären die Stechmücken Hundert-Meter-Läufer, dann würden sie es sich bereits in den Startblöcken bequem machen. Die Zeit ist reif für die erste Population. Und die Riedensheimer, Stepperger und die anderen Ortsteile der Marktgemeinde Rennertshofen richten ihre Stechmückenfallen her, die die Gemeinde bezuschusst. Aber nicht nur das. Es passiert noch mehr. Die Marktgemeinde hat bereits im Winter eine Kartierung der potentiellen Brutgebiete in Auftrag gegeben. Sowohl auf Gemeindegrund, aber auch entlang des Donauufers auf Privatgrund untersuchen Wissenschaftler der Firma Icybag.

Nach Vorlage des Untersuchungsergebnisses soll entscheiden werden, ob und in welcher Form die Mücken bekämpft werden. Dafür geht die Marktgemeinde dann auf die Grundstücksbesitzer zu. Vorher aber arbeitet Matthias Galm, Mitarbeiter von Icybag, an der Kartierung. Dabei untersucht er potentielle Flächen, in denen sich Mücken entwickeln könnten. Außerdem registriert er, was es dort sonst noch an Flora und Fauna gibt. Denn danach, so Galm, richtet sich die Bekämpfungsmethode. „Erfasst werden auch mögliche Konfliktpotentiale. Denn wo beispielsweise Vögel brüten, sollte das Gelände nicht zu häufig betreten werden. Außerdem gebe es verschiedene Möglichkeiten, das BTI auszubringen. Das mückenspezifische Bacillus thuringiensis israelensis wurde in der Negev-Wüste in Israel entdeckt. Schon bald wurde erkannt, dass dieses sporenbildende Bakterium während seiner Entwicklung Eiweißkristalle bildet, die von Mückenlarven gefressen werden und diese abtöten.

Galm stellt der Marktgemeinde neben einer Brutstättenkartierung auch eine Bekämpfungsstrategie zur Verfügung, die auf die örtlichen Begebenheiten abgestimmt sein wird. Seit Januar arbeitet er mit Kollegen an der Ausarbeitung, die die Marktgemeinde in Auftrag gegeben hat.

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Die Art und Weise, wie das Bacillus verteilt wird, reicht von Handspritzgeräten bis zum Hubschrauber. Am Rhein werden die Stechmücken seit 1976 bekämpft. Das BTI wirke dabei, so Galms, nur gegen die Stechmückenlarven.

Da die Bekämpfung der ersten Population des Jahres am wichtigsten ist, scheint der Zug für dieses Jahr abgefahren. Die Bürger müssen sich also diesen Sommer noch einmal auf ihre Stechmückenfallen verlassen.

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