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Polizei

19.07.2019

Schrobenhausen: Asylbewerber rastet völlig aus

Viel Arbeit hatten nicht nur die eingesetzten Polizeibeamten, um in Schrobenhausen einen Asylbewerber ruhig zu stellen.
Bild: Wolfgang Widemann (Symbolbild)

Ein Asylbewerber schrie in Schrobenhausen Passanten an, schlug gegen Polizeibeamte und trat gegen Rettungssanitäter. Jetzt sitzt er in der Psychiatrie. Was den Mann nun erwartet.

Völlig ausgerastet ist am Donnerstagabend ein Asylbewerber in Schrobenhausen. Nachdem er sich gegenüber Passanten und Polizeibeamten äußerst aggressiv zeigte und sich nicht beruhigen ließ, wurde er in die Psychiatrie des Klinikums Ingolstadt eingewiesen - nicht ohne auf der Fahrt dorthin auch noch gegen Rettungssanitäter und Polizeibeamte zu treten. Doch der Reihe nach.

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Ein Passant teilte am Donnerstag gegen 20.45 Uhr über Notruf bei der Einsatzzentrale mit, dass zwei Männer in Schrobenhausen mit einem Einkaufswagen eines Supermarktes mitten auf der Straße umher fahren und aggressiv seien. Beamte der Polizeiinspektion Schrobenhausen entdeckten kurz darauf in der Georg-Leinfelder-Straße auf Höhe des Hallenbades einen 31-jährigen, in Aresing untergebrachten, afghanischer Asylbewerber mit einem Einkaufswagen. Wie es im Polizeibericht heißt, schrie dieser Passanten an und war äußerst aggressiv und unkooperativ.

Einen Polizeibeamten versuchte der Asylbewerber am Hemdkragen zu packen, einen anderen biss er in den Finger

Als ihn die Polizisten ansprachen, versuchte er einen Beamten am Hemdkragen zu packen. Einer Securitymitarbeiterin der Asylbewerberunterkunft, die ihn beruhigen wollte, drohte er Prügel an. Da aufgrund seiner Aggressivität erhebliche Straftaten zu befürchten waren, entschlossen sich die Beamten, den Mann zu fesseln und in Gewahrsam zu nehmen. Dabei schlug und trat er wie wild nach den Beamten. Einem Beamten biss er in einen Finger. Zum Glück trug dieser Handschuhe, sodass er keine Verletzungen davon trug.

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Als der Afghane schließlich im Dienstfahrzeug saß, spuckte er dort um sich. Das Fahrzeug wurde dadurch erheblich verschmutzt. Wie es weiter heißt, wurden bei einer körperlichen Durchsuchung des Beschuldigten etwa drei Gramm Marihuana aufgefunden. Da zu vermuten war, dass der Asylbewerber unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und/oder Alkohol stand, wurde eine Blutentnahme durchgeführt. Anschließend wurde er in der Psychiatrie des Klinikum Ingolstadt untergebracht. Auf der Fahrt dorthin trat er auch noch nach einem Rettungssanitäter. Die Polizeibeamten und der Rettungssanitäter wurden glücklicherweise nicht verletzt.

Den Mann erwartet nun ein Strafverfahren wegen Unterschlagung des Einkaufswagens, eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Widerstand beziehungsweise tätlicher Angriff auf Polizeibeamte und Sachbeschädigung. (nr)

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