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Neuburg

10.07.2018

Schüler gehen auf Tuchfühlung mit dem Hermelin

Andreas Hahn (links) vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, erklärte den Grundschülern zusammen mit den Förstern Steffen Müller (hinten von rechts) und Alfred Hornung beim Walderlebnistag im Seminarforst eingangs das Hermelin.
Bild: Xaver Habermeier

Beim Walderlebnistag lernen Grundschüler aus Neuburg und dem Landkreis den Forst und seine Bewohner kennen. Der „Grüne Unterricht“ kommt bei den Kindern an.

Riechen, Sehen, Tasten, Hören und für ein richtiges Verhalten im Wald sensibilisieren, das sei seit rund 20 Jahren der Leitgedanke des Walderlebnistags. Daneben ging es am Dienstag um das Erkennen der Waldtiere. „Das ist ein Hermelin“, ruft Stefan, als der Förster des Studienseminars, Steffen Müller, bei der Begrüßung der Mädchen und Buben aus den dritten Klassen – zwei aus Neuburg und eine aus Bergheim – nach dem Namen eines präparierten Tieres fragte. Nur wenige wussten, dass es sich um das Hermelin handelt und auch das weitere pädagogische Programm inmitten von Flora und Fauna rings um den Forsthof von Bergen war für die Kinder voller neuer Erkenntnisse.

Initiiert werden die Walderlebnistage vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Heuer schleusen die Förster und das Personal um Amtsdirektor Andreas Hahn rund 1000 Kinder durch Wälder in der Region. Im Seminarforst sind es am Dienstag drei Klassen und fünf am Donnerstag. Diese Walderlebnistage seien ganz im Sinne des Neuburger Studienseminars, wie Steffen Müller betonte. Für ihn selbst ist es die zweite Auflage, davor organisierte der Seminarförster und Kommunalpolitiker Alfred Hornung die Führungen.

„Die Walderlebnistage kommen sehr gut an“

„Die Walderlebnistage kommen sehr gut an“, betonte Müller und versprach den Teilnehmern am Ende eine kleine Brotzeit, vorausgesetzt sie würden gut aufpassen. Eines vorweg, alle Kinder hatten sich das Schokogetränk und die Breze nach drei Stunden Unterricht im Grünen verdient. Eingangs der Erkundungstour machten die Fachleute deutlich, warum beispielsweise das Eichhörnchen ein wichtiger „Mitarbeiter“ der Förster ist. „Es vergräbt Eicheln in der Erde als Vorrat und vergisst schon mal die eine oder andere“, erklärte Hahn. So könne dann ein neuer Eichenbaum wachsen.

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Wie man eine Tanne von einer Fichte unterscheidet, wussten die meisten Schüler aus dem Sachkundeunterricht. „Tannennadeln sind nicht so spitzig und die Zapfen stehen aufrecht“, erklärte ein Mädchen. Mucksmäuschenstill wurde es, als der Amtsdirektor dazu aufforderte und den Wald als eine große Fabrik erklärte. „Der Wald erzeugt Holz, gute Luft, Nahrung und ist Lebensraum für unzählig viele Tiere.“

Spaß kommt bei den Walderlebnistagen nicht zu kurz

Lustig wurde es beim „Zapfen-Zielwurf“ sowie beim „Reh-Luchs-Spiel“. Mit verbundenen Augen flüchteten die Rehe vor dem Raubtier, gemimt von Kindern. Aber nur diejenigen hatten eine Chance, die ihre Sinne gut eingesetzt hatten. Neu war heuer die Erklärung der Fotosynthese. Und auch das weitere Programm inmitten des artenreichen Seminarwalds kam bei den Teilnehmern gut an.

„Den Naturraum Wald erkundet man am besten an Ort und Stelle“, gab Steffen Müller den Kindern mit auf den Weg. Deshalb legen die Schulen in Ergänzung zum Naturkundeunterricht auch großen Wert auf diese Art der Erlebnispädagogik. „Die Schulen nehmen dieses Angebot gerne an“, unterstrich Brigitte Clemens, Konrektorin der Ostenschule.

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