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Neuburg

29.11.2017

Schützen pilgern nach Neuburg

Im April kommenden Jahres wird Neuburg zum Mekka von Schützen aus ganz Oberbayern. Zu hunderten werden sie in die Parkhalle strömen, zum 68. Oberbayerischen Schützentag. Bei der Stadt wurde beschlossen, bei der Hallenmiete eine Ausnahme zu machen. 
Bild: Frank Rumpenhorst/dpa (Symbol)

Die Stadt stellt kostenlos die Parkhalle für den Bezirksschützentag zur Verfügung. Weil die Parkplätze durch den Neubau des Parkdecks wegfallen, wird an Shuttlebusse gedacht.

Es ist ein Ereignis, das nicht alle Tage stattfindet. Im April kommenden Jahres werden die Oberbayerischen Schützentage nach Neuburg kommen. Zu der Veranstaltung, die in der Parkhalle geplant ist, werden mehrere hundert Schützen erwartet. In der Sitzung vom Dienstag hat der Finanzausschuss beschlossen, den Schützen die Halle kostenlos zu überlassen.

Oberbürgermeister Bernhard Gmehling bescheinigte der Veranstaltung Ausnahmecharakter: „Die Schützentage sind etwas Besonderes, mit überörtlichem Charakter, das vielleicht alle 30 bis 40 Jahre in Neuburg Halt macht.“ Der Sportschützengau Pöttmes-Neuburg/Donau, der für die Organisation der 68. Oberbayerischen Schützentage zuständig ist, hatte die Stadt darum gebeten, die Parkhalle für den Bezirksschützentag am 14. und 15. April kostenlos zu überlassen.

Das betreffe allein die Mietgebühr von 1300 Euro für beide Veranstaltungstage, sagte Gmehling, die Nebenkosten müssten von den Veranstaltern getragen werden. Die städtische Ordnung sieht vor, dass Vereine bei Veranstaltungen die Hälfte der Miete zahlen müssten, reinen Benefizveranstaltungen würde die Miete erlassen werden. Die Schützentage fielen in keine der beiden Kategorien, es handele sich jedoch um einen Ausnahmefall, sagte Gmehling. Die Entscheidung fiel einstimmig. Da die Stadt im kommenden Jahr bei der Parkhalle ein Parkhaus errichten will und in diesem Zug Parkplätze wegfallen, könnten Shuttlebusse eingesetzt werden. Sie könnten die Besucher zum Veranstaltungsort bringen und einen reibungslosen Verkehrsfluss ermöglichen.

Weitere Themen im Finanzausschuss waren:

Haushalt

Soziale Arbeit Der AWO Kreisverband Neuburg hat für seinen Mahlzeitendienst „Essen auf Rädern“ einen Zuschuss von 15000 Euro beantragt. Das jährliche Minus in diesem Bereich beläuft sich auf rund 140000 Euro. Dennoch sieht es der Wohlfahrtsverband als seine Aufgabe, „auch Gebiete der Hilfe abzudecken, die nicht kostendeckend sind“, heißt es in der Begründung. Letztlich stimmten alle Ausschussmitglieder darin überein, den Zuschuss zu bewilligen.

Jugendarbeit Der Kreisjugendring Neuburg-Schrobenhausen erhält zur Förderung der Jugendarbeit im Jahr einen Zuschuss in Höhe von 7000 Euro. Des Weiteren erhält er einen Zuschuss für die mobile Betreuung von Jugendgruppen – im Jugendtreff Heinrichsheim – in Höhe von 9500 Euro.

Versicherung Mit einer Beihilfeablöseversicherung versichert sich die Stadt dagegen, im Krankheitsfall ihrer Beamtinnen und Beamten selbst die gesetzlich verpflichtende Beihilfe zahlen zu müssen. Dafür wurden für dieses Jahr 265000 Euro veranschlagt. Wegen zahlreicher Neueinstellungen von Beamtinnen und Beamten, etwa im Bereich der Kassenleitung, Bauverwaltung oder Straßenverkehrsordnung, seien für die Beihilfeablöseversicherung ungeplante Mehrkosten in Höhe von 10535 Euro entstanden, teilte die Stadt mit. Diese könnten durch Einsparungen bei den Personalkosten gedeckt werden. Auch diese Mittel wurden vom Finanzausschuss einstimmig bewilligt.

Kämmerer

Markus Häckl

stellte die vorläufigen Eckdaten für den städtischen Haushalt 2018 vor. Größter Diskussionspunkt war die Kreisumlage, die festlegt, wie viel Geld die Stadt an den Landkreis abführen muss. Derzeit liegt sie bei 51,5 Prozentpunkten, was 16,2 Millionen Euro wären. Ein Rekordwert, der noch steigen könnte. Aller Voraussicht nach werde sich die Kreisumlage auf 53 Prozent erhöhen, berichtete

Klaus Brems

über den neuesten Stand der Beratungen aus dem Landratsamt. Das Geld wird für Schulprojekte wie die Paul-Winter-Realsschule und das Kreiskrankenhaus

Schrobenhausen

benötigt. Gleichzeitig sieht man sich bei der Stadt kaum in der Lage, Einsparungen zu machen. Kinderbetreuung, Schulen und die geplante Donaubrücke kosten ebenfalls Geld. Ein geplanter Kredit in Höhe von fünf Millionen Euro treibt die städtischen Schulden voraussichtlich auf 28,2 Millionen Euro. Der endgültige Haushalt wird im Januar beschlossen.

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