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Neuburg-Schrobenhausen

11.09.2015

Schulamt sieht sich gut gewappnet

Ungefähr 900 Mädchen und Buben mit Migrationshintergrund waren es in den vergangenen Jahren in den Grund- und Mittelschulen des gesamten Schulamtsbezirks, am meisten natürlich in Neuburg und Schrobenhausen. Trotz der anhaltenden Flüchtlingswelle soll sich an dieser Zahl nicht allzu viel ändern.
Bild: Matthias Schalla

Das Thema Asyl beschäftigt auch die Grund- und Mittelschulen im Landkreis. Die haben sich darauf eingestellt. Dass kein Schulstandort gefährdet ist, hat einen einfachen Grund.

Das Thema Asyl macht gerade auch vor den Grund- und Mittelschulen im Landkreis nicht Halt. Die anhaltende Flüchtlingswelle macht eine genaue Planung allerdings schwierig. Dennoch sieht Schulamtsdirektorin Ilse Stork dem am Dienstag beginnenden neuen Schuljahr optimistisch entgegen. Das hat mehrere Gründe.

Zum einen die insgesamt leicht gewachsene Zahl an Schülern im Landkreis. An den Grundschulen werden bereits im dritten Jahr in Folge deutlich mehr Mädchen und Buben unterrichtet, gleichzeitig ist der Rückgang an der Mittelschule moderat. „Damit ist kein Schulstandort gefährdet“, sagt Ilse Stork.

Zum anderen gibt es genügend Lehrkräfte, um die Vorgaben des Kultusministeriums umzusetzen. Noch. Denn wie Ilse Stork erzählt, sind sämtliche Grundschullehrer mittlerweile verplant. Wenn im November vor der Krankheitswelle die mobile Reserve wieder aufgefüllt werden muss, dann werde man auch wieder auf Lehrer aus der Mittelschule zurückgreifen müssen. Etwa fünf seien jetzt schon in der Grundschule im Einsatz.

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Und schließlich hat sich der Schulamtsbezirks auch auf die neue Entwicklung beim Thema Asyl eingestellt. Jedenfalls so gut es ging. Denn genaue Zahlen, wie viele Flüchtlingskinder aus den dezentralen Einrichtungen in den Gemeinden letztlich eingeschult werden, kann erst am ersten Schultag abgefragt werden. Und selbst dann ist dies noch keine endgültige Zahl. Erfolgreich weitergeführt werden sollen jedenfalls das „Neuburger Modell“ der sogenannten Sprachintensivklassen an der Grundschule im Englischen Garten und der Mittelschule in Neuburg sowie die Deutschförderklassen an der Grundschule Ost in Neuburg und der Franziska-Umfahrer-Grundschule, der Stützpunktschule in Schrobenhausen. Darüber hinaus wurden Standorte, wo es notwendig erscheint, „noch einmal extrem mit Deutschstunden versorgt“, sagt die Schulamtsdirektorin. Das trifft zum Beispiel auf Karlshuld und Karlskron zu. Wo nur mit einem oder zwei Flüchtlingsschülern zu rechnen sei, gebe es ohnehin kein Problem, da alle Jahre Kinder integriert werden müssten. Schwerpunkt seien die Städte. Und da sieht Ilse Stork sowohl Neuburg als auch Schrobenhausen gut aufgestellt. Zumal sie im Fall des Falles in Neuburg auch noch einen Lehrer für eine Übergangsklasse in der Hinterhand hätte.

Apropos Lehrer: Um sie für den Unterricht mit nicht deutschsprachigen Kindern besser unterstützen und fördern zu können, wird ab heuer im Landkreis eine Fachberaterin für Migration arbeiten. „Das gibt’s auch nicht überall“, betont Ilse Stork.

Neben Asyl wird dem Thema Inklusion weiterhin große Bedeutung beigemessen. Nach der „Partnerklasse“ an der Grundschule Ost in Neuburg wird es an der Mittelschule Neuburg ab heuer eine so genannte „Kooperationsklasse“ geben. Dort werden Schüler mit Förderschwerpunkt „Lernen“ – ehemalige Schüler der Bernhard-Mazillis-Schule – aufgenommen. Außerdem wird am Staatlichen Schulamt eine „Beratungsstelle Inklusion“ eingerichtet.

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