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21.07.2010

Schulverbund mit Karlshuld ist fix

Die Schule Karlshuld ist als künftiger Standort der Mittelschule Karlshuld-Karlskron im Gespräch. Archivfoto: Jung

Karlskron Einige Informationsgespräche im Gremium sowie eine Informationsveranstaltung für die Eltern sind der Entscheidung voraus gegangen.In seiner Sitzung am Montagabend hat der Gemeinderat Karlskron nun eine Entscheidung getroffen. Zukünftig wird man im Zusammenhang mit der neu zu schaffenden Mittelschule einen Verbund mit Karlshuld eingehen. Mit 11:6 Stimmen hat sich der Gemeinderat für die Nachbargemeinde aus dem Landkreis und gegen einen Schulverbund mit Hohenwart, Reichertshofen und Baar-Ebenhausen ausgesprochen. Befürworter der Karlshulder Lösung waren die Fraktionen der SPD sowie der Freien Wähler.

Die beiden CSU-Politiker Christa Froschmeier und Bernd Nentwig zeigten vor der Abstimmung noch einmal auf, dass die Synergien mit der Gemeinde Reichertshofen eigentlich ohnehin größer seien, zum Beispiel als Einkaufsstätte für die Karlskroner Bürger, erklärte Nentwig. "Außerdem", so Froschmeier, "ist im Schulverbund Karlshuld die Gefahr sehr groß, dass man als Schule Karlskron sämtliche Kompetenzen im Hauptschulbereich verliert, beispielsweise auch die Ganztagsbetreuung." Gemeinsam mit den Weicheringer Schülern würde man im kommenden Schuljahr gerade einmal 16 Schüler für die fünfte Jahrgangsstufe erreichen.

Eigenständige fünfte Klasse in Gefahr

Karl Bährle ( SPD) erläuterte mögliche Szenarien: Würde Weichering wegfallen, was im Falle eines Schulverbandes mit Reichertshofen der Fall wäre, blieben noch zehn Schüler aus Karlskron übrig. Damit hätte man bereits im kommenden Schuljahr keine eigenständige fünfte Klasse mehr stellen können, die Schüler müssten also bereits von diesem Zeitpunkt an in die Schulverbund-Schule. Ein Ausscheren Weicherings aus dem bisherigen Schulverband kann man sich aufgrund der demografischen Entwicklung also nicht leisten. Die Variante Karlshuld erhält Karlskron dagegen zumindest 2010/2011 noch eine eigene fünfte Jahrgangsstufe. Lediglich die größere räumliche Nähe für die Schüler aus den Ortsteilen Adelshausen, Aschelsried Grillheim oder der östlichen Hälfte Karlskrons spräche für Reichertshofen.

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Christa Froschmeier gab zu Bedenken, dass Reichertshofen, Hohenwart und Baar-Ebenhausen dagegen Schwierigkeiten haben könnten, überhaupt die erforderlichen Zahlen für eine Mittelschule zu erreichen. Fraglich bleibe allenfalls was passiere, wenn man auch in Karlshuld keinen M-Zweig erreicht. Die Karlskroner Jugendlichen müssten dann vermutlich nach Neuburg oder Schrobenhausen in die Schule gehen.

"Daher", so Gemeinderat Andreas Schwinghammer (FW), "ist es überhaupt keine Frage, mit wem man kooperiert." Denn im Verbund mit Karlshuld könne man mit 16 Schülern die fünfte Klasse im Ort aufrechterhalten - knapp aber immerhin.

Mit Reichertshofen geliebäugelt

Karl Bährle (SPD) schwankte in seiner Entscheidung ein wenig, liebäugelte er doch mit Reichertshofen. Den Ausschlag gab für ihn aber die Tatsache, dass man im Landkreis übergreifendem Modell ab dem nächsten Schuljahr keine eigene fünfte Klasse mehr gehabt hätte.

Im Übrigen genehmigte der Gemeinderat fünf Bauanfragen, darunter eine Fläche für Kiesabbau mit Fahrzeugwaage und befestigtem Weg im Ortsteil Adelshausen.

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