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21.01.2009

Schulverbund zwischen drei Hauptschulen?

Burgheim/Rennertshofen/Ehekirchen Mit einem Schulverbund zwischen Burgheim, Rennertshofen und Ehekirchen will das Schulamt die Hauptschulen im Landkreis sichern. Wie ein solcher Verbund allerdings konkret aussehen soll, ist nach den Worten von Schulamtsdirektor Gerhard Preisler noch völlig unklar. Denn bevor man in die Detailplanungen geht, möchten Schulamt und Schulleiter erst einmal die Meinungen der Eltern dazu hören. Am 29. Januar hat die Volksschule Rennertshofen dazu einen Elternabend einberufen, die Termine für die Schulen in Burgheim und Ehekirchen stehen noch nicht fest.

"Derzeit besteht kein akuter Handlungsbedarf in Ehekirchen und Rennertshofen", schätzte Preisler im Gespräch mit der NR die Situation ein. Jedoch wolle man mit entsprechenden Vorschlägen und Überlegungen einem Fall wie in Burgheim vorbeugen. Wie schon mehrfach berichtet, musste die Burgheimer Schule im aktuellen Schuljahr ihre 7. Klasse nach Rennertshofen und Rain ausgliedern, weil für eine eigene Klasse die Schüler fehlten. Und die Zukunft sieht noch düsterer aus: Wenn sich an der aktuellen Situation nichts ändert, brechen 2010 die Klassen sieben bis neun komplett weg. So prognostizieren es zumindest die derzeitigen Schülerzahlen.

Im Dezember hat die Gemeinde schließlich zum Gegenschlag ausgeholt: Sie hat beim Kultusministerium die Einführung eines M-Zweiges mit Ganztagsklasse beantragt. Diesen M-Zweig könnten auch Rennertshofen und Ehekirchen nutzen - wenn sie und vor allem die Schülereltern das wollen. Das genau gilt es nun, bei den Infoveranstaltungen herauszufinden, zu denen jeweils die Eltern der Viert-, Fünft- und Sechstklässler eingeladen sind. Im März sollen die Ergebnisse dann vorgestellt werden.

Geht es nach den Prognosen der Rektoren, könnte nach Auskunft von Preisler Rennertshofen als nächster Kandidat Schwierigkeiten bekommen, denn schon in zwei bis drei Jahren dünnen sich auch dort die Hauptschulklassen aus. Sollten die bis dato starren Mindestklassengrenzen nicht aufgeweicht werden und die Übertrittszahlen an Gymnasien und Realschulen weiter steigen, sieht auch der Schulamtsdirektor Probleme auf die Hauptschulen zukommen. "Die Ideallösung, dass jede Klasse in jeder Schule erhalten bleiben kann, wird wohl theoretisch bleiben."

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