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01.11.2007

Schwere Geburt - die Planung der neuen Kindertageseinrichtung

Erleichterung im Gemeinderat und auch bei Pfarrer Stephan Spiegel. Nach neun Monaten mit teilweise schwierigen Gesprächen haben Gemeinde und Kirche den Bau der neuen Kindertageseinrichtung St. Stephan auf den Weg gebracht. In der Gemeinderatssitzung am Dienstag beschloss der Gemeinderat, die vertraglichen Voraussetzungen für den Neubau des Kindergartens.

"Es war eine schwierige Geburt", fasste Bürgermeister Heinrich Schmalbach die letzten Monate zusammen. Teilweise hatten sich die Diskussionen um die Zukunft der Kindertageseinrichtung sogar zu einem öffentlichen Schlagabtausch zwischen Pfarrer und Bürgermeister gesteigert. Die Kommunikation sei nicht einfach gewesen, meinte Schmalbach und bedauerte, dass sie "nur auf Umwegen" möglich war. Eine Arbeitsgruppe des Gemeinderates unter Vorsitz von Vize-Bürgermeisterin Maria Lang arbeitete zusammen mit der Kirchenverwaltung sowohl eine Anpassung der KITA-Betriebsvereinbarung für die beiden Kindergärten in der Gemeinde als auch eine Bauvereinbarung für die neue Einrichtung sowie die Bestellung einer Grundschuld in der Höhe des Zuschussbetrages zugunsten der Kirchenstiftung aus.

"Einvernehmlich" sei man zu einer Lösung gekommen, betonte Lang in der Sitzung und fiel aus allen Wolken, als Michael Bürle, Mitglied der Arbeitsgruppe, ihr widersprach. "Beim Thema Geldfluss gab es schon Unstimmigkeiten", erinnerte er sie. Leicht gereizt reagierte die Vize-Bürgermeisterin, als die Gemeinderäte über letzte Änderungsvorschläge der Diözese zu diskutieren begannen. "Da waren wir uns doch alle einig, warum wird jetzt alles zerklaubt", ärgerte sie sich.

Die einstimmig beschlossenen, vertraglichen Voraussetzungen sehen vor, dass die Gemeinde die gesamten Kosten für den Neubau der Kindertageseinrichtung, einschließlich der Außenanlagen und der Einrichtung trägt. Die Kirchenstiftung bezuschusst die Baumaßnahme mit 250 000 Euro (200 000 Euro davon kommen von der Diözese Augsburg). Je die Hälfte davon wird 2008 und 2009 ausgezahlt. Mit 20 Prozent, höchstens jedoch 2000 Euro im Jahr, bezuschusst die Kirchenverwaltung den laufenden Betrieb der Einrichtung. Den Rest trägt die Gemeinde. Mit der Planung des Kindergartens beauftragte die Gemeinde den Ehekirchener Architekten Koppold. Einstimmig fassten die Gemeinderäte den Grundsatzbeschluss, eine Kindertageseinrichtung für zwei Gruppen zu bauen. Dabei soll die Möglichkeit für eine Erweiterung vorgesehen werden. Die Kinderkrippe bleibt wie bisher im Kindergarten Wirbelwind in Walda. Die Mutter-Kind-Gruppe könnte in frei werdenden Räumen in der Schule untergebracht werden, überlegte der Gemeinderat.

Schwere Geburt - die Planung der neuen Kindertageseinrichtung

Mit Hochdruck arbeiten Gemeinde und das Planungsbüro an der Änderung des Flächennutzungsplanes zur Erweiterung der Gewerbebau-flächen in Hollenbach-Nord sowie dem Bebauungsplan für das Gewerbegebiet. Noch druckfrisch waren die Vorentwürfe, die Martin Käser vom Planungsbüro Ecker in Schrobenhausen den Gemeinderäten präsentierte. Um dem Erweiterungsbedarf der Firma Reisch Fahrzeugbau Rechnung zu tragen, wird die gewerbliche Baufläche nördlich und westlich der Firma erweitert. Ein alternativer Standort im Süden von Hollenbach käme nicht in Betracht, sagte Käser. Als Grund nannte er die unmittelbare Nähe eines Wohngebiets, die Zersiedelung der gewerblichen Flächen sowie eine Störung des Betriebsablaufs. Eine Zufahrtsstraße soll mittelfristig das Betriebsgelände direkt mit der Staatsstraße verbinden. Das Landratsamt habe dafür schon seine Zustimmung signalisiert, sagte Schmalbach. Johann Großhauser regte an, langfristig auch eine Verlängerung und Ausbau der Straße in die andere Richtung, also ins Donaumoos, vorzusehen.

Für die vom Gemeinderat beschlossenen Vorentwürfe steht nun das Scoping, die vorgezogene Bürger- und Behördenbeteiligung, an. Erst dann können die endgültigen Pläne erstellt werden.

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