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Kirche

22.01.2016

Seit 60 Jahren verbunden

Besuch in Poona: Bischof Gregor Maria Hanke mit dem Bischof von Poona Thomas Dabre (Mitte) und dessen Vorgänger Valerian D´Souza (links).

Die Bistümer Eichstätt und Poona ziehen eine positive Bilanz ihrer Partnerschaft. Eine Delegation war in Indien

Seit 60 Jahren besteht die Partnerschaft zwischen dem indischen Bistum Poona und der bayerischen Diözese Eichstätt.

Wie das Bistum Eichstätt mitteilt, habe der Bischof von Eichstätt Gregor Maria Hanke nach dem Besuch einer Delegation aus dem Bistum Eichstätt in Indien eine positive Bilanz gezogen: „Wir sind uns einig darin: Partnerschaft ist Geben und Nehmen.“ So wie die Diözese Eichstätt – vor allem auch traditionell mit Hilfe der Sternsinger – materielle Unterstützung gebe, so empfange man aus Poona und dem lebendigen Glauben der Menschen dort viele wertvolle spirituelle Erfahrungen. Besonders im Bereich des interreligiösen Dialogs könne man viel von den Partnern in Poona und ihrem Bischof Thomas Dabre lernen, so Bischof Hanke.

Die Beziehungen zwischen Eichstätt und Poona hätten sich zu einer Gebets-, Lern- und Solidargemeinschaft entwickelt, so die Bilanz des Referats Weltkirche der Diözese Eichstätt. Die Verbindungen zwischen den Diözesen würden auch im Wirken zweier Priester aus Poona in Pfarreien des Bistums Eichstätt deutlich und in der regelmäßigen Mithilfe des seit 2010 emeritierten Bischofs Valerian D´Souza als Firmspender im Bistum Eichstätt.

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Freiwillige aus dem Bistum Eichstätt engagierten sich in den letzten Jahren zudem in unterschiedlichen sozialen und karitativen Einrichtungen in Indien, um ihre Kompetenzen etwa als Arzt, Heilpraktikerin oder Managerin einer Bildungseinrichtung einzubringen. Und zwei Studentinnen der Fakultät für Soziale Arbeit aus Eichstätt werden ab Ende Januar in einem Frauenprojekt dort ein mehrmonatiges Praktikum verbringen, wie das Bistum weiter ankündigt.

Seit 1999 gestalten die beiden Bistümer Dialogprogramme mit wissenschaftlichen Tagungen, Austausch im Jugendbereich und Studienreisen.

Viele der Projekte für Kinder und Jugendliche in Poona sind mit Geldern finanziert, die von den Sternsingern gesammelt wurden. Die Sternsingeraktion im Bistum Eichstätt ist von Anfang an – also seit sechzig Jahren – mit der Partnerschaft verbunden.

Offiziell wurde die Bistumspartnerschaft am 6. November 1955 durch die beiden Bischöfe Joseph Schröffer und Andrew D‘Souza begründet. Das Bistum Poona war 1955 etwa so groß wie Bayern und die Schweiz zusammen. 1987 wurde der nördliche Teil zur eigenständigen Diözese Nashik. Im Juli 2005 wurden einige südliche Dekanate zur Diözese Sindhudurg. (pm)

Ausführliche Informationen zur Partnerschaft der Bistümer Eichstätt und Poona gibt es im Netz unter www.bistum-eichstaett.de/poona.

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