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Investition

22.07.2020

Sens-Halle in Bittenbrunn nimmt weitere Hürde

Dies ist der Standort der Halle, die die Zimmerei Sens an der Monheimer Straße in Neuburg-Bittenbrunn errichten möchte.
Bild: Winfried Rein

Plus Der groß dimensionierte Gewerbebau in Neuburg-Nord sorgt aber auch für Kritik. Wie die Diskussion im Stadtrat verlaufen ist.

Der Stadtrat hat die Änderung des Flächennutzungsplans, die für den von der Zimmerei Sens entlang des Schiffmühlenwegs in Bittenbrunn geplanten Hallenbau notwendig sind, auf den Weg gebracht (16:12 Stimmen). Damit ist ein weiterer Schritt für die Realisierung der groß dimensionierten Halle getan. Öffentlich ausgelegt wird er, wenn auch die schalltechnische Immissionsprognose vorliegt.

Das ging im Rat nicht ohne Kritik. Die kam vor allem von Frank Thonig (WIND). Nach dem Schilchermühle und Sägewerk Grünwald Geschichte sind, habe sich Neuburg-Nord, was die Wohnqualität angehe, positiv entwickelt. Nun drehe man das Rad wieder zurück. Für die wie ihn betroffenen Nachbarn in der Schilchermühle wäre die Halle zudem eine Wertminderung der Immobilie. Der Standort sei unpassend, auch was die zu erwartende Lärmbelästigung angehe. Schließlich würden immer mehr Leute im Homeoffice arbeiten.

Das Angebot an freien Gewerbeflächen in Neuburg geht gegen Null

Das Angebot an freien Gewerbeflächen in Neuburg gehe allerdings gegen Null, wie OB Gmehling erläuterte. Er verstehe die Argumente gegen die riesen Halle (60 Meter lang, 30 breit und 10,5 hoch). Doch das Grundstück, das durch die Strommasten zerschnitten ist, biete sich dafür durchaus an. Unter den Masten würde eine ökologische Ausgleichsfläche entstehen, links davon dann das Gewerbe-, rechts ein Mischgebiet. Was den Lärm angehe, sehe er aufgrund der angegebenen Betriebszeiten weniger Probleme. Matthias Enghuber meinte, man solle den Neuburger Unternehmer, der dort in Bittenbrunn aufgewachsen sei und auf seinem eigenen Grundstück seine Firma erweitern möchte, in der Planungsphase entgegenkommen und keine Steine in den Weg legen. Dem schloss sich Bettina Häring (FDP) an.

Florian Herold (FW) stimmte Thonig grundsätzlich zu. Angesichts fehlender Standortalternativen („Wir sollten uns über neue Gewerbeflächen Gedanken machen“) stimmte er aber anders als Thonig ab. Franziska Hildebrandt (WIND) ließ schließlich die Frage im Raum stehen: „1800 Quadratmeter überbaute Fläche für zehn Mitarbeiter?“

Ganz andere Bedenken mit der großen Halle haben Gerhard Schoder (Grüne) und Christina Wilhelm (AfD). Mit dem Bau dürften keine Fakten geschaffen werden, die den Bau einer Donaubrücke im Westen verhindern könnten, falls sich diese Variante bei der laufenden Untersuchungen als günstigste erweisen sollte. Daran, so OB Gmehling, würde der Brückenbau an dieser Stelle aber bestimmt nicht scheitern.

Um den Stadträten die Dimensionen der Halle vor Augen zu führen, soll Florian Sens mit einem Lattengerüst auf dem Grundstück die Hallengröße darstellen. Die Höhe hat er mittlerweile bereits reduziert und den Standort für einen besseren Blick auf die Altstadt weiter in den Süden versetzt. (mari)

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