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Eichstätt

16.02.2021

Sexueller Missbrauch im Bistum Eichstätt: Betroffene können mitwirken

Die Aufarbeitungskommission zum sexuellen Missbrauch im Bistum Eichstätt nimmt ihre Arbeit auf.
Foto: Bistum Eichstätt

Im Bistum Eichstätt beginnt die sogenannte Aufarbeitungskommission zum sexuellen Missbrauch ihre Arbeit. Ziel und Hintergründe: Um was geht es der Kommission dabei?

Die so genannte Aufarbeitungskommission zum sexuellen Missbrauch im Bistum Eichstätt nimmt nun ihre Arbeit auf. Die Diözese lädt dazu auch Betroffene ein, das Gremium zu komplettieren und ihre Sichtweise dort einzubringen. Die Kommission soll sobald wie möglich zu ihrem Auftakttreffen zusammenkommen.

Aufarbeitungskommission im Bistum Eichstätt: Vertreter aus diversen Bereichen

Die Kommission besteht bisher aus Vertretern der Wissenschaft, der Justiz, der öffentlichen Verwaltung und des Bistums. Aus dem Kreis der Betroffenen bittet die Diözese um Mitwirkung: „Wir können den Missbrauch nur mit dieser Perspektive richtig beurteilen und verstehen, wo wir Strukturen verändern müssen, um die Prävention zu stärken“, sagt Generalvikar P. Michael Huber.

Die Kommission zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch ist ein wesentlicher Kernaspekt in der „Gemeinsamen Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland“ der deutschen Bischöfe, heißt es in einer Pressemitteilung. Die „Gemeinsame Erklärung“ sieht ebenfalls die Einrichtung eines Betroffenenbeirats vor. Auch für dieses Gremium bittet die Diözese Eichstätt um Mitwirkung. Der Betroffenenbeirat soll sich im Bistum Eichstätt mit den entsprechenden Missbrauchs- und Präventionsbeauftragten und der eingerichteten Aufarbeitungskommission austauschen und den Aufarbeitungsprozess kritisch begleiten.

Opfer sexuellen Missbrauchs im Bistum Eichstätt sollen Anerkennungsleistungen erhalten

Neben den vielfältigen Maßnahmen zur Aufarbeitung und zur Unterstützung von Betroffenen haben die deutschen Bischöfe auch ein einheitliches Modell der kirchlichen Anerkennungsleistungen für das durch sexuellen Missbrauch erlittene Unrecht gemeinsam beschlossen. „Diese Anerkennungsleistungen sind ein wichtiges Zeichen für die Betroffenen, dass die Kirche das ihnen zugefügte Leid sehr ernst nimmt. Die verbrecherischen Handlungen des sexuellen Missbrauchs stehen im absoluten Widerspruch zur Botschaft Jesu. Wir sehen uns daher in der Pflicht, alles zu tun, um derartige Taten in Zukunft zu verhindern“, so Bischof Gregor Maria Hanke. (nr)

Mehr Informationen zum Thema Aufarbeitung und Prävention von sexuellem Missbrauch in der Diözese Eichstätt gibt es hier.

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