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Rennertshofen-Emskeim

09.01.2020

Sie gehen für Emskeim durchs Feuer

Größtenteils wurde der Vorstand in Emskeim von der Versammlung bestätigt.
Foto: Michael Geyer

Ehrenkommandant Josef Kronburger hält der Emskeimer Wehr seit sieben Jahrzehnten die Treue.

Das kommt nicht alle Tage vor: Die Emskeimer Feuerwehr durfte ihren Ehrenkommandanten eine ganz besondere Ehrung zukommen lassen. Vorsitzender Gerhard Stoll überreichte Josef Kronburger zum Dank für seine 70jährige Treue zum Verein einen Ehrenteller mit dem Wappen von Emskeim samt einer Ehrenurkunde. Die Versammlung spendete ihrem Ehrenkommandanten, der dreißig Jahre lang die Übungen und Einsätze geleitet hatte, anhaltenden herzlichen Beifall. Applaus erhielt auch Leonhard Heckl für seine 50jährige Zugehörigkeit zur Emskeimer Feuerwehr. „Die jungen Leute der Feuerwehr dürfen sich ein Beispiel an ihren langgedienten Kameraden nehmen“, sagte Kreisbrandinspektor Alois Speth aus Bergheim. Er gratulierte den Veteranen des Vereins und ehrte Christian Biber und Bernhard Heckl mit dem silbernen Feuerwehrehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst. Josef Michalka, Josef Zoller und Konrad Winhard erhielten das goldene Feuerwehrehrenzeichen für 40 Jahre aktive Dienstzeit. Sie dürfen sich auch noch über eine Woche Urlaub im Feuerwehrheim Bayerisch Gmain freuen.

Freiwillige Feuerwehr blickt zurück

Die Versammlung gedachte in einer Gedenkminute ihrer verstorbenen Mitglieder, ganz besonders Josef Hummel, der unter großer Beteiligung der Aktiven im Oktober 2019 zu Grabe getragen wurde. In seinem Jahresrückblick dankte der Vorsitzende der Gemeinde Rennertshofen für die gute Zusammenarbeit und erinnerte an die Aktivitäten der Wehr im Vereinsleben des Ortes: Der Verein zählt aktuell 69 Mitglieder, darunter 62 Aktive bis zu 60 Jahren. Jeweils zu Fronleichnam und zum Volkstrauertag war eine stattliche Fahnenabordnung ausgerückt. Für die Geselligkeit wurden ein Schafkopf- und ein Kameradschaftsabend angeboten. Mit dem Besuch bei den Feuerwehrfesten in Etting und Mittelstetten revanchierten sich die Emskeimer für die Unterstützung, die sie bei ihrem 125jährigen Jubiläum erhalten hatten. Stoll dankte ganz besonders den Kameraden, die im Feuerwehrhaus den Ofen wieder hergerichtet und ein Gläserablage geschreinert hatten. Für 2020 sind Besuche der Feuerwehrfeste in Hochfeld/Unterbuch, in Sallach und in Haunsfeld vorgesehen. Dazu wünschen sich die Verantwortlichen eine aktivere Beteiligung. Kommandant Tobias Roßkopf zählte drei Einsätze auf: Bei einem Verkehrsunfall mit drei Pkw auf der Staatsstraße bei Ammerfeld am 18. März leistete die Wehr technische Hilfeleistung. Am 10. August entfernte sie nach einem Verkehrsunfall ausgelaufenes Öl und am 23. November sicherte sie einen Telefonmasten, der bei einem Unfall mit Fahrerflucht beschädigt worden war. Auch für die Weiterbildung wurde viel getan: Der neue Kommandant war auf einem Lehrgang zum Thema „Leitung einer Feuerwehr“. Florian Filla und Alexander Stoll schlossen ihre Modulare Truppausbildung (MTA) erfolgreich ab, weitere vier Feuerwehrkräfte erwarben das MTA-Basismodul. Sieben Aktive machten eine Psycho-soziale Notfallversorgungs-Schulung mit. Zusammen mit der Rohrbacher Wehr führten die Emskeimer in der Brandschutzwoche eine Übung durch.2020 würden wieder Prüfungen zum Leistungsabzeichen zusammen mit der Wehr von Ammerfeld durchgeführt, kündigte Roßkopf an.

Lob für die Freiwillige Feuerwehr

Die Emskeimer seien sehr ausbildungswillig. Es funktioniere alles sehr gut, sowohl bei der aktiven Wehr als auch im Vereinsleben, lobte Kreisbrandinspektor Speth die Wehr. Auch zweiter Bürgermeister Alfred Ehrnstraßer bescheinigte der Wehr, dass sie eine schlagkräftige Truppe darstelle, die rund um die Uhr für den Nächsten bereit sei und notfalls für ihn durchs Feuer gehe. „Bleiben Sie auch 2020 gesund, immer wachsam und mit Freude bei Ihren Aufgaben“, wünschte er den Feuerwehrleuten. Unter seiner Leitung wurden die Neuwahlen durchgeführt, in denen die meisten Amtsträger mit eindeutiger Mehrheit bestätigt wurden. (mg)

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