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18.01.2019

Sie kämpfen für das Überleben der Bienen

Der Aktionskreis „Volksbegehren Artenvielfalt – rettet die Bienen“ stellt im Bürgerhaus seine Ziele vor

Viele kennen das Zitat: “Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.” Zugeschrieben wird es dem Universalgenie Albert Einstein, doch wer es ersonnen hat, ist eigentlich egal. Fakt ist, wenn es keine Bienen mehr gibt, hat die Menschheit ein ernst zu nehmendes Problem. Kein Honig auf der Frühstückssemmel ist noch das kleinste Problem. Die schwarz-gelben Brummer bestäuben rund 80 Prozent der Pflanzen und sind die drittwichtigsten Nutztiere des Menschen, die eine volkswirtschaftliche Leistung von jährlich zwei Milliarden Euro erzeugen, haben Forscher herausgefunden.

Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ soll das dramatische Insektensterben in Bayern stoppen, das hat sich die Kleinstpartei ÖDP zum Ziel gesetzt. Bisher mit beachtlichem Erfolg. Die erste wichtige Hürde hat die Öko-Partei im vergangenen Herbst genommen, als ihr Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“, zugelassen wurde. Fast 100.000 Unterschriften von Unterstützern waren zusammengekommen – etwa viermal so viele wie nötig gewesen wären. Jetzt kommt die zweite Hürde. Von 31. Januar bis 13. Februar müssen sich zehn Prozent der Wahlberechtigten in Bayern – etwa eine Million Menschen – in den Rathäusern für das Volksbegehren eintragen (wir berichteten). Gelingt das, wäre die bayerische Regierung tatsächlich zu konkreten Maßnahmen gegen das Artensterben verpflichtet.

Das Anliegen wird auf lokaler Ebene in Neuburg-Schrobenhausen vom Aktionskreis Volksbegehren „Rettet die Bienen“ unterstützt. Auf Einladung des Bundes Naturschutz und des Landesbundes für Vogelschutz informierten deren Vertreter im Bürgerhaus Schwalbanger über die Inhalte und Ziele der Gesetzesvorschläge und den Ablauf des Volksbegehrens. „Wir erleben derzeit vielleicht das größte Artensterben seit den Dinosauriern“, sagte Günter Krell, Sprecher des Aktionskreises vor der Veranstaltung. Er und seine Mitstreiter wollten das Artensterben bekämpfen, indem sie gesetzliche Regelungen forderten. Zu den Unterstützern auf Kreisebene würde bereits der Kreisimkerverband, die Tierhilfe Jonathan und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft zählen. Durch den Informationsabend sollen weitere Unterstützer dazugewonnen werden.

Zudem sollen nach der Landtagswahl Plakate im Landkreis aufgestellt werden und Infostände in Neuburg und Schrobenhausen sowie in den Gemeinden betrieben werden, sagte Krell. Darüber hinaus versuche der Aktionskreis, einen zusätzlichen Eintragungsort für das Volksbegehren in Neuburg zu bekommen – im Bürgerbüro im Bücherturm. „Nicht jeder will und kann bis in die obere Stadt, um seine Stimme abzugeben – gerade Menschen mit eingeschränkter Mobilität.“ (mac)

Infos zum Aktionskreis gibt es per E-Mail unter bn-neuburg@web.de.

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