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Backen

17.04.2015

Sie stellt süße Sünden her

Eva Kefer hat ihr Hobby zum Beruf gemacht: Sie ist Konditorin und backt leidenschaftlich gern.
Bild: Claudia Stegmann

Eva Kefer begeistert Freunde regelmäßig mit außergewöhnlichen Torten. Im nächsten Jahr beginnt sie mit ihrem Meister. Dann könnten noch mehr Menschen von ihrem Können profitieren.

Das Schwein war im wahrsten Sinne des Wortes eine Schweinearbeit. Fünf Tage lang hat Eva Kefer immer wieder daran gearbeitet. Zuerst mussten jede Menge Biskuitböden gebacken werden, die dann zurechtgeschnitten, übereinandergeschichtet und mit Schokobuttercreme gefüllt wurden. Am Ende wurde alles mit einer zart rosafarbenen Fondant-Schicht überzogen und die Feinheiten modelliert. Etwa 30 Stunden hat es gedauert, bis das süße Schwein fertig war und passenderweise einem Schweine-Bauern zum 40. Geburtstag überreicht werden konnte.

Die Konditorin Eva Kefer hat ihr Hobby zum Beruf gemacht

Wenn Eva Kefer zu einer Feier eine Torte mitbringt, dann ist das Oho-Erlebnis vorprogrammiert. Denn die 20-Jährige aus Schönesberg backt mit Leidenschaft kreative Kuchen und Torten. Für die Dame von heute ziert ein roter, hochhakiger Pumps aus zuckersüßer Modelliermasse das Backwerk, zum 18. Geburtstag prangt das BMW-Symbol auf der zweistöckigen Torte, zur Taufe stehen zuckrige Mini-Schühchen neben einem Spielzeugzug und für den AC/DC-Fan lässt sie rote Flammen die Schokotorte emporsteigen.

Eva Kefer hat aus ihrem Hobby einen Beruf gemacht. Als Kind hat sie sich von ihrer Oma Erna in die Geheimnisse eines luftigen Hefezopfs einweihen lassen, hat mitgerührt und mitgeknetet, wenn für die Kaffeetafel am Sonntag gebacken wurde. Später war klar: Aus der Freude am Backen soll ein Beruf werden. Eine richtige Entscheidung, wie ihr bis dato erfolgreicher Berufsweg beweist: Zunächst schloss sie ihre Ausbildung als Prüfungsbeste ab, dann wurde sie bayerische Landessiegerin der Konditoren. Beim Bundesentscheid verpasst sie mit Platz 4 nur knapp das Treppchen.

Mit dem Meisterbrief möchte Kefer ihr eigenes Café eröffnen

Das Talent der 20-Jährigen hat sich im Freundes- und Bekanntenkreis herumgesprochen. Wenn ein Geburtstag, eine Taufe oder eine Hochzeit ansteht, dann muss Eva ran an die Schüssel. „Viele kommen mit einem Foto und sagen: Genauso so eine will ich!“, erzählt sie. Denn sie wissen: Eva kriegt das hin. Inspiration holt sie sich aus ihren zahlreichen Backbüchern oder aus dem Internet. Durchschnittlich fünf Stunden dauert es, bis eine Torte nach Evas Geschmack fertig ist: Ungewöhnlich sollte sie sein, sowohl in der Form als auch in der Verzierung. Und sie darf nicht zu süß sein. Das mag sie persönlich nicht und das mögen auch immer weniger Leute, wie sie aus ihrer Berufspraxis bei einer Augsburger Konditorei weiß. Klein und fein lautet die Devise, am besten glutenfrei und immer lieber auch vegan. Das allerdings sei nicht ganz einfach. Kein Ei, keine Milch – für Eva sind das eigentlich unersetzbare Zutaten für einen Kuchen.

Ab September möchte die 20-Jährige nun ihren Meister machen und mit dem Meisterbrief in der Tasche nächstes Jahr den Schritt in die Selbstständigkeit wagen. Vielleicht wird es ein Torten-Service. Dann kämen nicht nur Freunde und Bekannte in den Genuss der ungewöhnlichen Backkreationen. Vielleicht wird es aber auch ein Café – und zwar nicht irgendwo, sondern am liebsten in der näheren Umgebung Ehekirchens. Das wäre Evas Traum. „Ich bin mir sicher, dass die Leute auch aufs Land fahren, wenn sie wissen, dass es dort gute Sachen gibt.“ Wenn man sich Evas Torten anschaut, gibt es daran keinen Zweifel.

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