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Neuburg

19.07.2019

Sie verlassen die Neuburger Maria-Ward-Schule als Legenden

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Nicht weniger als 23 der insgesamt 105 Absolventinnen an der Maria-Ward-Mädchenrealschule schlossen mit einer Eins vor dem Komma ab – eine hatte gar den Traumnotenschnitt von 1,0.
Bild: Laura Freilinger

Über 100 Absolventinnen der Neuburger Maria-Ward-Mädchenrealschule erhielten ihre Zeugnisse. Was sie nachts heimlich mit dem Büro ihres Direktors angestellt hatten.

Mit dem Lied „Legenden“ von Max Giesinger beendeten die 105 Absolventinnen der Maria-Ward-Schule Neuburg ihre Schullaufbahn. Unter den 23 Schülerinnen mit einer Eins vor dem Komma fand sich sogar einmal der Traumnotenschnitt von 1,0.

Sehr unterhaltsam, aber auch bewegend war die Abschlussfeier der Maria-Ward-Mädchenrealschule im Neuburger Kongregationssaal. Exakt 105 Mädchen beendeten damit ihre Schullaufbahn an der Maria-Ward-Schule.
Bild: Laura Freilinger

"Durch euren Abschluss habt ihr einen Meilenstein erreicht"

„Durch euren Abschluss habt ihr einen Meilenstein erreicht“, gratuliert die stellvertretende Landrätin Sabine Schneider den Schülerinnen. „Ihr profitiert nun von eurem Fleiß, eurer Willenskraft, aber auch den exzellenten Rahmenbedingungen, die die Realschule für euch bereithielt.“ Auf dieser Basis würden die Jugendlichen nun den Prozess des lebenslangen Lernens fortsetzen, so Schneider. Auch Stadtrat Josef Götzenberger machte den Schülerinnen das Bevorstehende bewusst: „Früher wurde euch von Hotel Mama der Rücken freigehalten, es stand euch mit Rat und Tat an der Seite. Jetzt seid ihr an der Reihe. Setzt eure Segel richtig, sodass ihr alle Klippen umfahrt.“ Am Ende seiner Rede scherzte der ehemalige Lehrer der Maria-Ward-Schule stolz, aus kleinen Zicken wären nun junge Damen geworden.

Diese Entwicklung erlebten auch die Eltern der Schulabgängerinnen mit. Als Vorsitzende des Elternbeirats verabschiedete Birgit Meier die Mitglieder des Elternbeirats unter Tränen. Auch dem Direktor Heribert Kaiser bereite die Verabschiedung der Mitglieder einen „Stich ins Herz“. Als Vertreterin des Instituts Congregatio Jesu machte Schwester Veronica auf die Authentizität der Namensgeberin der Schule, Maria Ward, aufmerksam. „Die Zeit des Abschlusses ist spannend, verlockend, aber man ist sich auch unsicher. Maria-Ward-Schulen rund um den Globus versuchen, Erfahrungen und Werte als Fundament zu vermitteln“, so die Ordensschwester.

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Während der Abschlussfeier unterhielten die zehnten Klassen das Publikum mit verschiedenen Einlagen von Gesang, Percussion und Tanz, bis hin zu Quizzen und einer Diashow über die Höhepunkte der vergangenen Jahre. Außerdem sang der Jugendchor „This is me“ aus „The Greatest Showman“. Die Band des Schulchors spielte „Wherever I go“ von Dan Bremnes.

Die Schülersprecherinnen berichteten von amüsanten Erlebnissen

Die Schülersprecherinnen Tina Seitle und Emilie Wein lieferten einen Überblick über ihre Erlebnisse. „Endlich können wir Alkohol destillieren, Rinderaugen sezieren und richtig verhüten“, scherzten sie über manch lustige Schulstunde. „Aber wir sind unserer Schule sehr dankbar, besonders für die jährlichen Klassenfahrten.“

Damit ihr Direktor Heribert Kaiser sie niemals vergessen wird, wandelten die Realschülerinnen das Büro des 1860er-Fans mit vielerlei Fanartikeln aus dem FC Bayern-Shop in sein Gegenteil um. Für einen großen Lacher sorgte Kaiser, als er die Utensilien einem Kollegen mit einem Handschuh übergab. In seiner emotionalen Rede hielt der Direktor den Schulabgängerinnen lediglich vor, an den Friday´s-For-Future-Demonstrationen nicht teilgenommen zu haben. „Aber wenn euch Schule sogar wichtiger war als Klimaschutz, darf ich mich nicht beschweren“, scherzt der Schulleiter. Umso mehr betonte er, die Mädchen müssten aktiv werden. „Werdet Heldinnen, denn Prinzessinnen seid ihr ja schon“, verabschiedete er den Abschluss-Jahrgang 2019 herzlich. Mit ihren Familien ließen sie die Feier unter musikalischer Untermalung der Schulband im Schulhof ausklingen.

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