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Neuburg

30.12.2020

Silvester: Das kommt in Neuburg auf den Tisch

Zu Silvester schätzt die Kundschaft in Neuburg Fischspezialitäten.
Bild: Winfried Rein

Plus In der Neujahrsnacht ist Verzicht angesagt. Statt auf ein Feuerwerk setzen viele Neuburger in diesem Jahr auf Feinkost. Was in Neuburg am Silvesterabend gegessen wird.

Saibling und Sekt gibt es zum Jahreswechsel 2020/21, vielleicht auch Raclette, aber wohl kaum Raketenbatterien. Der Verkauf von Pyrotechnik ist heuer verboten und wer mit Altbeständen hantiert, muss sich auf den eigenen Garten beschränken. Für die öffentlichen „Brennpunkte“ hat das Landratsamt eine eigene Verbotsverordnung erlassen.

Stilles Silvester in Neuburg freut Naturschützer

Sie untersagt das Abbrennen von Raketen und Knallern auf Plätzen wie Donaukai, Brücke, Hofgarten, Schrannenplatz und Volksfestplatz – und zwar ganztags an Silvester. Nachts gilt ohnehin die Ausgangssperre ab 21 Uhr. Somit müsste es auch am Kai recht ruhig sein, wo ansonsten in der Neujahrsnacht hunderte junger Leute ihre Raketen zünden und gemeinsam Prosit auf das neue Jahr trinken.

So bedauerlich sie sei, die verordnete Zurückhaltung „ist heuer alternativlos, um Ansammlungen und mögliche Ansteckungen zu vermeiden“, betont Oberbürgermeister Bernhard Gmehling. Er bittet deshalb eindringlich, auf größere Hauspartys zu verzichten und den Infektionsschutz zu beachten. In der Oberen Stadt galt ohnehin schon seit Jahren Feuerwerksverbot.

Ein so schönes Feuerwerk wird es diesmal nicht geben.
Bild: Winfried Rein (Archiv)

Die Tierschützer freuen sich und die Pyrotechnik-Branche leidet unter dem stillen Silvester. Von einem „Totalausfall“ auch bei Großfeuerwerken spricht Peter Sauer, Chef der gleichnamigen Feuerwerksfabrik in Augsburg-Gersthofen. Auch auf das Neuburger Schloßfest, einer seiner schönsten Aufträge, muss er 2021 verzichten. Er hat Mitarbeiter ausstellen müssen. Schätzungsweise 130 Millionen Euro verpulvern die Bundesbürger mit Raketen, Böllern und Fontänen – bis auf heuer.

Neuburger essen an Silvester gerne Fisch

Der Großhandel muss die vorbereiteten oder gelieferten Fontänen, Raketen, Batterien und Böller auf Kommission zurücknehmen. „Insofern hält sich unser Ausfall in Grenzen“, kalkuliert Ramona Kunze, Verkaufsleiterin bei Edeka Pashahn in Neuburg-Nord. Die ganz großen Umsätze seien mit Pyro-Artikeln ohnehin nicht mehr zu machen gewesen, sagt Michael Schulz, Marktleiter im E-Center am Südpark. Mittlerweile gibt es Dutzende von Verkaufsstellen für Feuerwerksartikel – vom Drogeriemarkt über Discounter bis zum Elektrogeschäft.

Kein Silvesterlauf, kein „Dinner for one“ im Neuwirt, keine Silvestergala in der Parkhalle und, dass alle Lokale geschlossen bleiben, das bleibt bisher einmalig. Zumindest in der heimischen Küche kann gezaubert werden. Die Feuerzangenbowle ist wieder im Kommen und natürlich kommt Fisch auf den Tisch. Schillerlocken, Doraden, Wolfsbarsch und andere Spezialitäten konnte man sich am Mittwoch noch bei „Fischfrau“ Inge Gutschmidt auf dem Neuburger Wochenmarkt holen. Auf den traditionellen Silvesterkarpfen sind vor allem Gäste und Migranten aus Osteuropa an Silvester aus. Ansonsten kauften die Kunden gerne „klassisch“, weiß Verkäuferin Jessica Steinbrecher vom E-Center. Sie zeigt auf Saiblinge aus dem Königssee, Lachsfilet, Garnelenspieße, Kabeljau, Victoriaseebarsche, Makrelen und die klassischen Forellen. Einen Zwölf-Kilo-Seeteufel hat Metzgermeister Bernd Kaiser bereits vor Weihnachten zerteilt.

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