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05.10.2009

Sirenen störten die Feiertagsruhe

Bergen (xh) - Sirenen störten am Samstag um 8.40 Uhr in Neuburgs nördlich gelegenen Stadtteilen die Feiertagsruhe. "Großbrand auf einem Bauernhof in Bergen, Kinder werden vermisst und Tiere sind in Gefahr", lautete die Meldung. Es war, Gott sei Dank, nur eine Großübung, bei der sieben Wehren ihr Zusammenspiel probten.

Kreisbrandmeister Erwin Pfleger, der in Bergen zugleich als Kommandant fungiert, hatte sich mit seinem Vize Ignatz Fürleger ein herausforderndes Übungsszenario einfallen lassen. Auch der Zeitpunkt war außer der Reihe, waren doch die Gemeinschaftsübungen nördlich der Donau in den vergangenen Jahren am 3. Oktober um 10 Uhr angesagt. Nicht einmal seine eigenen Leute aus Bergen wussten davon.

Als die Sirenen aufheulten, eilten die ehrenamtlichen Wehrleute in allen Dörfern zu den Feuerwehrhäusern und nahmen von der Integrierten Leitstelle in Ingolstadt den Übungseinsatzauftrag an. Neben der Feuerwehr in Bergen wurden die in Gietlhausen, Ried, Bittenbrunn, Joshofen, Hütting und Meilenhofen/Zell alarmiert. Zusätzlich mit dabei war aus Neuburg die Unterstützungsgruppe örtliche Einsatzleitung, welche die Großübung neben Erwin Pfleger leitete.

Das fiktive Brandobjekt forderte die Floriansjünger, liegt doch der Gegg-Bauernhof rund 500 Meter am Ortsrand von Bergen. Wasserentnahme war aus dem kleinen Überlaufgraben, der angestaut und zusätzlich mit Wasser aus dem Dorfweiher gespeist wurde. Zudem wurde eine Schlauchleitung vom 500 Meter entfernten Hydranten gelegt und Bauern "tankten" ihre Güllefässer mit Wasser zum Löschen. Zuerst wurden die vermissten Kinder von Atemschutzträgern "gerettet", dann folgten die Tiere, das Löschen des fiktiven Feuers sowie das Schützen der umliegenden Gebäude.

Rund 80 Feuerwehrfrauen und -männer aus den sieben Freiwilligen Feuerwehren demonstrierten ihr Ehrenamt in perfekter Zusammenarbeit und so, wie es sich die Übungsbeobachter, allen voran Kreisbrandrat Georg Martin, sein möglicher Nachfolger, Kreisbrandinspektor Klaus-Peter Stark, sowie Stadtbrandinspektor Christian Braun wünschten. Die Übungskritik war entsprechend positiv und die anschließende Brotzeit hatten sich die Teilnehmer redlich verdient.

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