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Neuburg

16.10.2020

So bescheiden wird die Kirchweih in Neuburg gefeiert

Auch im Dorf Baiern rührt sich was, die kleine St. Andreas-Kirche wird jetzt gesichert. Der Friedhof umfasst zwölf Grabstellen.
Bild: Winfried Rein

Plus Dabei hat die Neuburger Pfarreiengemeinschaft Grund zur Freude. Heilig Geist und St. Peter sind glänzend saniert. Aber Pfarrer Kohler will seinem Nachfolger auch noch etwas Arbeit übrig lassen.

Auch die Kirchweih leidet an der Viruskrise, die meisten Festivitäten sind abgesagt worden. Die Stadt Neuburg verzichtet auf ihre obligatorische „Personalversammlung“ mit Gänse- und Schweinebraten, außerdem auch auf die Weihnachtsfeier. Nachdem Kirchweih in erster Linie ein religiöses Fest ist, bereichert die Neuburger Pfarreiengemeinschaft ihre Gottesdienste mit musikalischer Begleitung.

Die Lieder von vier Solisten des Kirchenchores Heiliggeist sind freilich nur eine kleine Zugabe im Vergleich zu dem großen Kirchweihfest, das die Pfarrei eigentlich feiern wollte. „Zur Wiedereröffnung der sanierten Kirche wollten wir eigentlich einen besonderen Gottesdienst mit Pfarrfest anbieten“, berichtet Pfarrer Herbert Kohler. Angesichts der Pandemie und steigender Infektionen mit Covid-19 verzichte man darauf.

Die Neuburger Stadtpfarrkirchen haben Sanierungen hinter sich

Nichtsdestoweniger würdigen Pfarrgemeinderat, Kirchenpfleger und natürlich die Geistlichen die gelungenen Sanierungen der Peterskirche und der Heiliggeistkirche. „Die Kirchen sind schön geworden“, das steht für Stadtpfarrer Herbert Kohler fest, „und man spürt, dass sich die Menschen darüber freuen.“

Jetzt steckt die Hofkirche wieder im Gerüst, Elektriker müssen im Altarraum ganz hoch hinauf.
Bild: Winfried Rein

Hl. Geist ist bis auf Restarbeiten im Bereich der Sakristei fertiggestellt. Dachstuhl, Decke und Dach sind gerichtet, innen haben Restauratoren der Kirche neue Strahlkraft gegeben. Markant zeigt sich das Deckengemälde der „sieben Gaben des Heiligen Geistes“. Der ganze Aufwand habe sich gelohnt, die Pfarrkirche sei jetzt für weitere Generationen gesichert, freut sich Mesner Josef Hartmann.

Hl. Geist hat etwa 2,6 Millionen Euro gekostet. Für die Peterskirche musste der Träger noch eine Million drauflegen. Nach drei Jahren als Baustelle sahen die Besucher der ersten Gottesdienste vergangene Woche sofort den Zugewinn für ihre Pfarrkirche: Heller, frischer, wärmer ist sie geworden. Die Hauptarbeit jedoch steckte in der Stabilisierung des Dachstuhls und der Stützmauer Richtung Donau. Da kommt es gelegen, dass der Freistaat Bayern als Baulastträger das Gros der Finanzierung übernimmt.

Die Kirchweihfahne wird von St. Peter in der Neuburger Altstadt flattern

Mesnerin Margit Ettig wird den Zachäus, die rot-weiße Kirchweihfahne, am Sonntag am Turm von St. Peter flattern lassen. Dazu gibt es einen Familiengottesdienst zu Kirchweih (10.30 Uhr) und eine Abendmesse (19 Uhr) mit Liedern der Chorgruppe 15-08. Die Beleuchtungstechniker optimieren noch die Strahler im Altarraum, ansonsten geht die Innensanierung zu Ende.

Kirchenmaler Bernd Zeiler bei seiner Arbeit in der Kirche in Baiern.
Bild: Winfried Rein

Wenn der Augsburger Bischof Bertram Meier an Pfingsten 2021 Ende Mai zum großen Kirchenfest nach Neuburg kommt, wird er neben Hl. Geist und St. Peter auch die Hofkirche besuchen. Im Moment ist sie gesperrt, Elektriker ziehen zeitgemäße Leitungen ein, eine neue Heizung, Lautsprecher, Beleuchtung und Sicherheitstechnik soll es auch geben. Auf 670.000 Euro werden die Kosten geschätzt. Noch vor Weihnachten soll die Hofkirche wieder öffnen.

Vieles hat sich auf die Stadtkirchen konzentriert, doch der Chef der Pfarreiengemeinschaft ist auch auf dem Land aktiv. Derzeit sichern Handwerker die kleine St. Andreas-Kirche in Baiern bei Rohrenfels. Sie verpressen Risse an Turm und Sockel, entlasten Dachstuhl und Decke und setzen einen Anker, um den Chorbogen zu stabilisieren. Kirchenmaler Bernd Zeiler entfernt innen die Dispersionsfarben, damit Putz und Stuck gefestigt werden können.

Sanierungen: Pfarrei Rohrenfels rechnet mit Kosten von 100.000 Euro

Mit Kosten von 100.000 Euro rechnet die Pfarrei Rohrenfels. „Es handelt sich um eine Sicherung für die nächsten 10 bis 15 Jahre“, sagt Statiker und Bauleiter Josef Ametsreiter. Eine grundlegende Sanierung soll später folgen. „Damit mein Nachfolger auch noch etwas zu bauen hat“, lacht Stadtpfarrer Herbert Kohler.

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