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Bilanz

29.04.2015

So hält Ingolstadt dagegen

Ingolstadt ist die Geburtsstadt des Reinheitsgebots.
Bild: Silke Federsel

Laut Stadt sind 30000 Besucher zum Fest des Reinen Bieres gekommen. Damit ist die Generalprobe für 2016 gelungen. Da findet die Bier-Landesausstellung statt, allerdings nicht in Ingolstadt. Das Kulturamt hat einen Gegenplan

Aldersbach ist beinahe schon so etwas wie ein Reizwort im Ingolstädter Rathaus. Zumindest, je näher das Jahr 2016 rückt. Denn da wird Aldersbach Schauplatz der Landesausstellung „Bier in Bayern“ sein. Und die hätte man bekanntlich in Ingolstadt so gerne gehabt.

Doch daraus wurde nichts. Aber die schwergewichtige Trumpfkarte, dass das Bayerische Reinheitsgebot im Jahr 1516 in Ingolstadt ausgerufen wurde und man somit kommendes Jahr den 500. Geburtstag des ältesten Lebensmittelrechts Deutschlands feiern kann, diesen Trumpf wird man nicht an Aldersbach abgeben. Das steht für die Ingolstädter fest.

Nach der Schmach der Vergabe der Landesausstellung 2016 gen Aldersbach feilte das städtische Kulturamt an einem Stufenplan. Daraufhin ordnete die Stadt das bis dahin biedere und von Volkstümelei und Pseudo-Gemütlichkeit geprägte Georgi-Fest neu und taufte es in „Fest des Reinen Bieres“ um. Der Versuch im vergangenen Jahr konnte bereits als gelungen bezeichnet werden. Was sich heuer aber – am vergangenen Wochenende – rund um den Platz vor der Hohen Schule abspielte, das war imposant.

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Rund 30000 Besucher kamen nach offizieller Schätzung der Stadt. Das deutlich verbesserte Angebot mit kulturellen Zugaben, einer Ausstellung, Künstlern, Gauklern und passender Musik kam bei den Besuchern bestens an. Also ein Volltreffer, sagt Jürgen Köhler vom städtischen Kulturamt. Auch die Rückmeldungen der Gastronomen und teilnehmenden Gruppen seien sehr positiv gewesen. Und natürlich hatte man Glück mit dem Wetter, denn an zweieinhalb von drei Festtagen strahlte die Sonne vom Himmel.

Das alles macht Mut für 2016 und die Gegenveranstaltung, mit der Ingolstadt bayernweit darauf aufmerksam machen will, wo das Reinheitsgebot eigentlich herkommt. „Wir haben ein ganz spezielles Programm zum 500-jährigen Jubiläum des Reinheitsgebotes vor“, kündigte Köhler gestern vor den Medien an. Mehr werde momentan aber noch nicht verraten. Vor allem deshalb, weil die Details erst dem Stadtrat präsentiert werden sollen. Es muss ein dickeres Programm sein, denn Kühler betonte, dass man zur Umsetzung ein nicht unerhebliches Budget benötigen werde. „Aber wir sind sehr positiv gestimmt, dass der Stadtrat uns die notwendigen Mittel zur Verfügung stellen wird“, fügte er an. Mit im Boot sitzen auch der Deutsche und der Bayerische Brauerbund, also zwei hochkarätige Organisationen, wenn es ums Bier geht. Vielleicht wird Ingolstadt im Jahr 2016 in Aldersbach zum Reizwort... (haju)

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