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Historie

28.07.2018

So kleideten sich die Burgheimer vor 100 Jahren

Kontraste zwischen Arbeitskleidung und einem Hochzeitskleid aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zeigt Dr. Dorothea Zitzmann vom Heimatgeschichtlichen Verein Burgheim.
Bild: Peter Maier

Der Heimatgeschichtliche Verein zeigt am Sonntag eine Ausstellung über die Mode Anfang des 20. Jahrhunderts

Vergangenes Jahr war es das Bier, heuer ist es die Mode. Gemeint ist keineswegs die Pariser Haute Couture oder die Alta Moda in Rom, sondern die textilen Exponate aus der Heimat in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert. Im Heimatmuseum gegenüber des Rathauses zeigt der Heimatgeschichtliche Verein Burgheim diesen Sonntag ab 11 Uhr vornehmlich Trachten aus der Marktgemeinde selbst, aus Rain und der Umgebung.

Vereinsvorsitzende Dr. Dorothea Zitzmann und zahlreiche Helfer waren im Vorfeld des Burgheimer Marktfestes auf der Suche nach attraktiven Kleidungsstücken von einst, wenngleich der Verein selbst bereits im Besitz einiger Trachten ist. Die allerdings zierten einst Trägerinnen aus Oberpeiching bei Rain und Unterstall. Bei ihrer Suche in der Marktgemeinde stellen die Organisatoren jedoch schnell fest, dass Burgheimer Trachten eher Mangelware sind. Der Grund ist wenig verwunderlich, denn die Trachten wurden schon bald nach dem 2. Weltkrieg nicht mehr getragen. Erst nach einem Aufruf im Gemeindeblatt meldeten sich Privatleute, die noch im Besitz alter Trachten sind. Dadurch können jetzt besonders sehenswerte Exponate aus Eschling und Seiboldsdorf ausgestellt werden.

Zum absoluten Hingucker dürfte ein Hochzeitskleid aus Pessenburgheim werden. Die Burgheimerin Maria Schmid hat zum Kleid auch noch das Original-Hochzeitsfoto der Trägerin mitgeliefert. Neben diesem Festtagsgewand zeigt die Ausstellung vorwiegend schlichte Arbeitskleidung im Trachtenlook. Unterrepräsentiert bei dieser Ausstellung ist die Herrenmode. Nur ein Herrenbekleidungsstück ist im Burgheimer Heimatmuseum zu sehen, allerdings ist dieses damals wie heute von zeitloser Natur: eine Lederhose.

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Weil die Festtagstracht häufig zum Kirchgang getragen wurde, gehören kunstvoll gearbeitete Rosenkränze mit zur Ausstellung. Die Rainer Trachtenexpertin Edith Findel bezeichnet die ausgestellten Stücke überwiegend als „Pfälzer Tracht“, denn die besser bekannte „Boarische Tracht“ sei bunter und aufwendiger gearbeitet.

Dass der Heimatgeschichtliche Verein Burgheim ein Museum unterhalten kann, ist ein Entgegenkommen der Familie Sefranek. Sie stellt die Räume der ehemaligen Marktapothke für eine symbolische Monatsmiete zur Verfügung.

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