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Neuburg

28.10.2020

So sieht der Neubau der Paul-Winter-Realschule in Neuburg aus

Beim Betreten der neuen Realschule kommt man sogleich in die beeindruckende Aula.
Bild: Winfried Rein

Plus Die neue Adresse der Paul-Winter-Realschule im Westen zeigt jetzt ihr Gesicht. Der Landkreis investiert annähernd 50 Millionen Euro. Der Umzug ist für Sommer 2021 geplant.

„Ein bisschen Zeit brauchen wir schon noch.“ David Wojan, der junge Bauleiter in der neuen Paul-Winter-Realschule, ist überzeugt davon, dass nächsten Sommer der Umzug und im September der Unterricht stattfinden kann. In dem 44-Millionen-Euro-Bau des Landkreises gibt es allerdings noch viel zu tun.

Heizungsbauer verlegen ihre Röhren, bevor der Estrich kommt, Trockenbauer setzen Wände und Metallarbeiter schließen die letzten Lücken der Stahl-Glas-Fassaden mit dem typischen „Behnisch-Grün“. Ab Dezember wird geheizt, „dann kann der Innenausbau voll weitergehen“, sagt Max Knöferl, Baubeauftragter des Landratsamtes. Demnächst ist Submission für die Schulausstattung, beim Vollzug werden die Lehrer und Rektorin Sonja Kalisch mitgestalten wollen.

Schulneubau in Neuburg: Viel Tageslicht und viel Platz

Passanten sehen die neue Realschule am Kreuter Weg im Westen der Stadt Neuburg als langgezogenen Mehrfachbaukörper mit viel Glas. Das Büro Behnisch Architekten München – in Gemeinschaft mit ALN Bau- und Projektmanagement GmbH – setzte die Schule tief und gestaffelt in den Hang. Innen haben die Planer viel Tageslicht und Blickverbindungen zugelassen. Die Aula gleich am Eingang zeigt ein enormes Raumvolumen – deutlich größer als in der bisherigen Realschule.

Eine Schule der kurzen Wege wird es wohl nicht werden. Von den Parkplätzen bis zur Sporthalle oben umfasst der ganze Komplex etwa 150 Meter. Eine „Schulstraße“ mit Galerie verbindet alle Räume. Das „Schuldorf“ widmet jedem Jahrgang von fünf bis zehn einen eigenen Gebäudeabschnitt mit bis zu fünf Klassenzimmern. Sie sind so angeordnet, dass in der Mitte ein „Marktplatz“ für Jahrgangstreffen und Elternabende entsteht. Alle Klassenräume befinden sich im Obergeschoß, der umschlossene Pausenhof richtet sich nach Norden. Die neue „PWS“ wird an das Nahwärmenetz der Stadtwerke Neuburg angebunden, erhält also eine ökologisch ansprechende Heizung.

Die Außenanlagen werden bepflanzt und die Parkplätze hergerichtet. Im Sommer 2021 soll der Einzug möglich sein.

Die Funktionalität des Schulbaus ist vielversprechend, aber insgesamt erscheint das Werk für eine Realschule mit 600 Jugendlichen eine Nummer zu groß. Rektorin Sonja Kalisch findet das gar nicht. „Wir freuen uns sehr auf die neue Schule und werden sie mit Leben erfüllen.“

Der Kreis Neuburg-Schrobenhausen hatte den Standort über das Studienseminar Neuburg gefunden und der Stiftung vier Hektar Grund für etwa vier Millionen Euro abgekauft. Für ein Regenrückhaltebecken am Hang musste ein weiteres Grundstück beschafft werden.

Knapp 4,4 Millionen Euro für Neubau der Paul-Winter-Realschule

Beim Grundsatzbeschluss für die Schule kursierte im Kreistag die Schätzsumme von 22 Millionen Euro. Mit dem ersten Architektenentwurf stieg sie auf 32 Millionen. Jetzt ist der Bauherr bei 43,6 Millionen Euro ohne Grunderwerb. Dieser Richtwert sei stabil, „jetzt gibt es bei den Kosten keine Unwägbarkeiten mehr“, versicherte Max Knöferl den Kreispolitikern.

David Wojan von ALN Projektmanagement ist seit zwei Jahren Bauleiter für das ehrgeizige Landkreisprojekt.
Bild: Winfried Rein

Der Kreis erwartet 15 Millionen Euro staatliche Förderung aus Mitteln des Finanzausgleichsgesetzes. 97 Prozent der Aufträge seien vergeben und rund 20 Millionen Euro bereits investiert worden. Eine Budgetüberschreitung werde es heuer nicht geben, so Projektbetreuerin Stephanie Legler. Man erwarte Verbesserungen in der Schlussrechnung, außerdem befänden sich 1,2 Millionen Euro „für Unwägbarkeiten“ auf der hohen Kante. Beim Spatenstich im Sommer 2018 hatte die Projektbetreuerin geurteilt: „Künftige Schulbauten werden sich an dieser Schule messen lassen müssen.“

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