Newsticker

Johns Hopkins University: 200.000 Infizierte in den USA
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. So stellt sich die Neuburger Klinik auf das Virus ein

Versorgung

27.03.2020

So stellt sich die Neuburger Klinik auf das Virus ein

Richtet einen Besuchs- und Angehörigendienst für Patienten ein: die KJF Klinik Sankt Elisabeth in Neuburg.
Bild: Christof Paulus (Archiv)

Um soziale Kontakte in der Krise zu fördern, haben sich Mitarbeiter in Neuburg außerdem etwas Besonderes ausgedacht.

Das Team der KJF Klinik Sankt Elisabeth in Neuburg bereitet sich weiter auf den Ernstfall vor. Wie ein Klinik-Sprecher mitteilt, würden beispielsweise die Abläufe im Umgang mit Corona-Patienten gesondert festgelegt und geschult. Die tagesaktuellen Vorgaben des Robert-Koch-Instituts, kurz RKI, würden umgesetzt, zusätzliche Notfallbetten eingerichtet. Das ist allerdings nicht alles.

„Die Mitarbeitenden werden in allen Bereichen der Klinik eingearbeitet und unterstützen sich gegenseitig bei Personalengpässen“, sagt der Sprecher weiter. Viele ehemalige Mitarbeiter hätten sich angeboten, die Kolleginnen und Kollegen im Ernstfall vor Ort zu unterstützen. Zwischen den Behörden und Kollegen der umliegenden Kliniken finde reger Austausch statt. Man wolle den anstehenden Herausforderungen für die Bevölkerung der Region gemeinsam begegnen. Schutzkleidung und Masken, bestätigt der Sprecher, seien ausreichend vorhanden. Die Vorgaben des RKI dazu würden in der KJF Klinik Sankt Elisabeth „selbstverständlich eingehalten“, bekräftigte der Sprecher.

In Sachen Besuchsverbot erfährt die Klinik viel Verständnis

Indes erfahre man auch für das Besuchsverbot viel Verständnis. Um soziale Bindungen dennoch zu fördern, haben sich Klinikmitarbeiter etwas Besonderes ausgedacht: „Auf Initiative der Mitarbeitenden wurde ein gesonderter Grußservice und eine telefonische Beratungsstelle für Angehörige eingerichtet, welcher über unsere Internetseite in Anspruch genommen werden kann.“ Dieser sogenannte Besuchs- und Angehörigendienst richtet sich an alle Patienten, die keinen Besuch erhalten dürfen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass jeder Patient mit allen notwendigen Dingen versorgt wird und Kontakt mit Angehörigen und Freunden aufnehmen kann. Wie die Klinik in einem Schreiben mitteilt, bieten die Mitarbeiter des Besuchs- und Angehörigendiensts folgende Möglichkeiten:

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Besorgungen für Patienten aus dem Kiosk oder Automaten, Organisation der Dienste des Patienteninformationszentrums, Gespräche und Vorlesen, Organisation von telefonischen Gesprächen zwischen Patienten und Angehörigen, Übermitteln und Vorlesen von Nachrichten und Bildern sowie Übergabe von persönlichen Gegenständen (etwa Wechselwäsche) oder Mitbringsel an oder von Angehörigen und Freunden.

So nehmen Angehörige mit der Klinik Kontakt auf

Der Besuchs- und Angehörigendienst wird von Klinikpersonal aus Bereichen bewerkstelligt, die aufgrund der Vorbereitung auf Zeiten der Corona-Krise weniger ausgelastet sind wie Therapeuten und Psychologen. „Der Besuchs- und Angehörigendienst geht nicht zulasten des Pflegepersonals, das dann im Bedarfsfall fehlen könnte“, teilt ein Klinik-Sprecher mit.

Um mit dem Besuchs- und Angehörigendienst Kontakt aufzunehmen, können sich Betroffene unter der Nummer 08431/545509 von Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr, freitags von 9 bis 14 Uhr melden. Alternativ können Aufträge auch per Mail-Adresse an besuchsdienst@sankt-elisabeth-klinik.de gesandt werden. Persönliche Nachrichten und Bilder, die in ausgedruckter Form einem Angehörigen in der Klinik überbracht und gegebenenfalls vorgelesen werden sollen, können an die Mailadresse gruesse@sankt-elisabeth-klinik.de übermittelt werden. Die Klinik bittet darum, den vollständigen Namen des Angehörigen und die Stationsnummer – soweit bekannt – anzugeben. So könnten Nachrichten und Bilder auch sicher ankommen, heißt es in der Mitteilung weiter. (nr)

Lesen Sie dazu auch:

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren