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Aufführung

30.11.2017

So unterhaltsam kann Vergeltung sein

Die Darsteller des Hollenbacher Bauerntheaters gaben ihr Bestes: (von links) Theresa Specht, Philipp Brandner, Alexandra Vogl, Josef Brandner, Franziska Stegmeyr, Michael Karmann und Raphaela Artner.
Bild: Julia Förg

Die Premiere des Hollenbacher Bauerntheaters glückte. Am Wochenende geht es weiter

Die Darsteller des Hollenbacher Bauerntheaters haben die ersten beiden Aufführungen im Saal der Gaststätte Daferner in Schönesberg gemeistert – und begeisterten dabei ihr Publikum.

Zunächst zeigten sie den Dreiakter „A und B auf Reisen“. Bei dem Stück geht es um eine Fehde der beiden Freunde Veri (Florian Kugler) und Alois (Thomas Schinagl), die sich gegenseitig hereinlegen und jeweils Vergeltung schwören. Dabei ist ihnen jedes Mittel recht. So wird auch ein Gefängnisaufenthalt dazu genutzt, den anderen hineinzulegen. Die Wirtstochter (Theresa Specht) ist dabei eine der Leidtragenden. Ihre Beziehung zu ihrem Freund Herbert Schneider (Philipp Brandner) wird auf eine Belastungsprobe gestellt, die nur durch die Auflösung der Schurkerei wieder in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Und auch die Wirtschafterin (sehr überzeugend gespielt von Franziska Stegmeyr) muss allerhand aushalten, wobei ihr das Lachen nicht vergeht.

Als der preußische Filmschriftsteller Schwan (Michael Karmann) einen Stoff für seinen neuen Film benötigt, holt Veri zum Rundumschlag gegen Alois aus und lädt die Gefängnisbekanntschaft Wiggerl (Josef Brandner), dessen Schwägerin Amalie (Alexandra Vogl) und deren Tochter Resi (Raphaela Artner) mit einer List für einige Tage kostenlos in Alois Gastwirtschaft ein, wo diese fürstlich residieren, während der nichts ahnende Alois mit dem Viehhändler Veri nach Tirol fährt.

Die Zuschauer im gut gefüllten Saal dankten den Schauspielern ihre Leistung mit viel Applaus. Sie durften sich außerdem noch auf den von der Theatergruppe selbstverfassten Lustakt „Kasperltheater“ freuen, der heuer einige aktuelle Themen behandelt: Zum Beispiel muss die Donau krokodilfrei werden, da es sonst mit dem geplanten Nationalpark schlecht aussieht. Dies ist natürlich Chefsache und so nimmt sich der „Sepplhofer“ dieser Thematik an und findet gemeinsam mit dem Ehekirchener Bürgermeister eine Lösung für die Unterbringung in der neuen Kläranlage, da eine Umsiedlung in den Lech nicht befürwortet wird. Es wird auch noch der Familiennachzug für Kind und Kegel thematisiert, woraufhin sich die Arche Noah von Neuburg aus in Richtung Ehekirchen auf den Weg macht. Dabei wird die Gruppe in Wagenhofen geblitzt, in Rohrenfels muss sie an der neuen roten Ampel stehen bleiben und in Hollenbach bringt die dortige Feuerwehr ihre Boote zum Einsatz. In Ehekirchen wird die Gruppe vom Bürgermeister begrüßt und beendet ihre Reise.

Die Spieler des Burschenvereins und der Mädchengruppe stehen am kommenden Wochenende noch viermal auf der Bühne. Am Freitag und Samstag jeweils um 20 Uhr sowie am Sonntag um 13.30 Uhr und um 19 Uhr. Einlass ist immer eineinhalb Stunden vor Beginn. Karten gibt es nur an der Abendkasse. (nr)

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