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Neuburg

15.11.2018

Spatenstich für das neue Übernachtungsheim in Neuburg

Wie früher als Landrat: Staatssekretär Roland Weigert beim Spatenstich zusammen mit seinem Interimsvertreter Alois Rauscher, Berufsschulleiter Fritz Füßl, Bauingenieur Robert Haas und Architekt Wolfgang Obel.
Bild: Claudia Stegmann

Der Landkreis baut an der Berufsschule in Neuburg für 8,5 Millionen Euro ein Gebäude, das auswärtige Berufsschüler beherbergen wird.

Die Berufsschule in Neuburg an der Monheimer Straße wird deutlich aufgewertet. Denn dort entsteht in den nächsten zwei Jahren ein Schülerübernachtungsheim, in das auch eine Mensa integriert ist. Am Donnerstag gab es den offiziellen Startschuss für die Bauarbeiten, während im Hintergrund die Bagger den Untergrund für die Bodenplatte befestigten. Wenn alles nach Plan läuft, soll das Heim zum Schuljahresbeginn im Herbst 2020 bezugsfertig sein.

Der zweigeschossige Bau mit Option auf Erweiterung bietet Platz für 120 Auszubildende, bei deren Lehrberuf der Sprengel so groß ist, dass sie wochenweise nach Neuburg pendeln und im Blockunterricht beschult werden. So kommen etwa die Baugeräteführer aus ganz Bayern, die Fachkräfte für Schutz und Sicherheit sogar aus dem ganzen süddeutschen Raum nach Neuburg. Derzeit sind als Übergangslösung rund 60 Schlafplätze in den zum Wohnheim umfunktionierten Containern direkt am Campus vorhanden. Zudem sind einige weitere Schüler über den Kreisjugendring privat oder in Gasthäusern untergebracht. Bei Bedarf kann das Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt aufgestockt werden. Die 60 Doppelzimmer mit kleinem Bad werden jeweils knapp 15 Quadratmeter groß, eines davon wird barrierefrei gebaut.

Das Schülerwohnheim an der Berufsschule wird 8,5 Millionen Euro kosten

1220 Auszubildende besuchen derzeit das Berufsschulzentrum, wobei täglich etwa 600 Schüler anwesend sind. Gut die Hälfte von ihnen nutzen das Angebot eines Mittagessens, auch wenn es bislang keinen geeigneten Raum dafür gibt. Das Essen wird in der Pausenhalle ausgegeben. Mit der neuen Mensa soll sich das ändern.

Die Kosten für den Bau belaufen sich auf 8,5 Millionen Euro, wobei es rund 3,7 Millionen Euro an Fördermitteln gibt. Damit muss der Landkreis als Träger der Schule noch etwa fünf Millionen Euro selbst tragen. Die Übernachtungskosten für die auswärtigen Übernachtungsgäste müssen die jeweiligen Landkreise tragen, aus denen die Schüler kommen.

Zum Spatenstich war unter anderem auch der frisch gekürte Staatssekretär Roland Weigert gekommen. Während er über den Fachkräftemangel sprach, den zuvor schon Architekt Wolfgang Obel beklagt hatte („Wir haben mittlerweile mehr Architekturstudenten als Maurerlehrlinge.“), gab Schulleiter Fritz Füßl seiner Freude über den bevorstehenden Bau Ausdruck: „Heute ist für mich ein bisschen wie Weihnachten“, sagte er, denn das Übernachtungsheim sichere die Existenz der doch eher kleinen Landberufsschule.

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