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Neuburg

21.11.2020

St. Peter in Neuburg: Neue Krippe ist das Sahnehäubchen auf die Renovierung

Stadtpfarrer Herbert Kohler (links) dankte Peter Stowasser dafür, dass er als junger Krippenbaumeister die Herausforderung für diese Aufgabe angenommen hat.
Bild: Manfred Rinke

Nach der aufwendigen Sanierung der Stadtpfarrkirche St. Peter ist dort jetzt auch die neue Weihnachtskrippe aufgebaut. Was Stadtpfarrer Herbert Kohler bei ihrem Anblick fühlt.

Finale: Nachdem Schreinermeister Bernhard Fortner in der vergangenen Woche das Grundgerüst vor dem St. Josefsaltar in der St. Peter-Kirche aufgebaut hatte, wurde nun auch die neue Weihnachtskrippe dort aufgebaut. „Ein Kunstwerk“, wie Stadtpfarrer Herbert Kohler sagt, ersetzt damit die alte Krippe, die dort rund ein halbes Jahrhundert lang Advent für Advent aufgebaut worden war.

Neue Weihnachtskrippe in der Stadtpfarrkirche St. Peter

Das war über Jahre hinweg die Arbeit vor allem von Mesner Hermann Bögler, bei der ihm seit dessen Kindheit Schreinermeister Bernhard Fortner unterstützte. Beide halfen am Donnerstag auch den Krippenbaumeistern Peter Stowasser und Bernhard Peltri beim Transport vom Neuburger Mühlenviertel im Norden zur neuen Wirkungsstätte. Dort baute Stowasser mit Hilfe seines Krippenfreundes aus Marktoberdorf das neue Schmuckstück auf. Gerne wäre auch Hintergrundmaler Walter Grach dabei gewesen. Doch die Reise von Tirol nach Neuburg wäre unter den Corona-Bedingungen mit zu viel Aufwand verbunden gewesen.

Ein Kunstwerk stellt nach Meinung von Stadtpfarrer herbert Kohler die neue Weihnachtskrippe in der Stadtpfarrkirche St. Peter in Neuburg dar. Am ersten Advent soll sie im Rahmen der Heiligen Messe gesegnet werden.
Bild: Manfred Rinke

Gut zwei Stunden benötigten Stowasser und Peltri, dann waren die drei Grundplatten und das Hintergrundbild auf dem stabilen Untergestell zu einer Einheit verschmolzen. Es fehlten nur noch Details – wie eine schützende Glasscheibe vor der Krippe und noch einzelne, kleinere Verschönerungen.

Weihnachtskrippe in St. Peter Neuburg "Das Sahnehäubchen"

Herbert Kohler hatte sich schon einmal einen Eindruck von den Kunstwerk machen können, als es in der Garage von Peter Stowasser grob aufgebaut war. Am Donnerstagnachmittag zeigte er sich überwältigt, als er die Weihnachtskrippe vor dem Josefsaltar in „seiner“ Stadtpfarrkirche sah. „Es ist das Sahnehäubchen auf die aufwendige, gelungene Sanierung von St. Peter“, beschrieb der Stadtpfarrer. Er freute sich, dass die neue Krippe die alten Wurzeln, nur in neuer Gestalt, wieder mit aufgenommen hat. Die Wurzeln hätten eine ebenso große Bedeutung für das Leben, wie das Wasser im dargestellten Brunnen als Lebensquell, dessen Verlauf im modellierten Bachlauf fortgesetzt wird.

Die arabisch angehauchte Krippe passt in Kohlers Augen gut zum Geschehen rund um Bethlehem. Auch dort gebe es im Umfeld der Stadt zahlreiche Höhlen und viele Hirten, die mit ihren Tieren durch die Landschaft ziehen würden. „Es spricht viel dafür, dass die Geburt Jesus in einer Höhle stattgefunden hat“, sagt Kohler. Deshalb findet er es neben den vielen, wunderschönen Details, welche die Krippe offenbart, auch besonders gelungen, dass die Höhle kein dunkler Ort geworden ist, sondern hell erscheint und zudem auch von vielen Seiten zugänglich ist.

Half beim Aufbau wieder fleißig mit: Krippenbauer Bernhard Peltri.
Bild: Manfred Rinke

Ein kleines Denkmal in der Stadtpfarrkirche gesetzt

Kohler dankte auch im Namen aller Aktiven innerhalb der Pfarreiengemeinschaft Peter Stowasser, dass sich nach durchaus langer Überlegung dazu entschlossen habe, sich dieser Herausforderung zu stellen. Er habe sich damit auch ein kleines Denkmal in der Stadtpfarrkirche gesetzt. Peter Stowasser seinerseits meinte, dass er ohne die Unterstützung von vielen Seiten, etwa der von Hermann Bögler und Bernhard Fortner, der von Krippenmeister Bernhard Peltri und Hintergrundmaler Walter Grach sowie weiteren, hilfreichen Händen, es nie geschafft hätte, dieses Werk zu vollenden. Für ihn als jungen Krippenbaumeister in Neuburg sei es schon etwas ganz besonderes, für eine Kirche in der Stadt in der er lebt, so etwas Bleibendes schaffen zu dürfen.

Die Kirche, so Herbert Kohler, soll in der Messe am 1. Advent gesegnet werden. Was dann auf ihr noch fehlen wird, ist ein kleines, aber ganz wesentliches Detail: das Jesukindlein wird nämlich erst am Heiligen Abend seinen Platz in seiner Krippe finden.

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