Newsticker
RKI meldet 29.426 Neuinfektionen und 294 neue Todesfälle - Inzidenz liegt bei 160
  1. Startseite
  2. Lokales (Neuburg)
  3. Stadt Ingolstadt geht gegen illegale Graffitis vor

Ingolstadt

04.11.2019

Stadt Ingolstadt geht gegen illegale Graffitis vor

Schön ist anders: Die Stadt Ingolstadt will gegen Schmierereien im Stadtgebiet vorgehen. Wer Hinweise zu Tätern liefert, erhält 1000 Euro Belohnung.
2 Bilder
Schön ist anders: Die Stadt Ingolstadt will gegen Schmierereien im Stadtgebiet vorgehen. Wer Hinweise zu Tätern liefert, erhält 1000 Euro Belohnung.
Foto: Friedl/Stadt Ingolstadt

Die Stadt Ingolstadt geht verstärkt gegen illegale Graffitis vor. Es gibt nicht nur einen Reinigungskostenzuschuss für Hausbesitzer, die Stadt hat auch eine Belohnung ausgesetzt.

Sie prangen auf Stromkästen, an Hauswänden, Skulpturen oder in Unterführungen: Illegal angebrachte Graffitis und Schmierereien sind nicht nur ein Ärgernis im Stadtbild. Für viele Hausbesitzer bedeuten sie schlichtweg einen enormen finanziellen Schaden. Denn sie müssen die Reinigung aus eigener Tasche bezahlen. Die Stadt Ingolstadt hat sich deshalb das Ziel gesetzt, solche Schmierereien in der Innenstadt schnell zu entfernen. Bei Gebäuden und Bauwerken der Stadt übernimmt die Kommune selbst die Reinigung. „Wir dulden solche Schmierereien nicht und bringen konsequent jedes illegal angebrachte Graffiti zur Anzeige“, bekräftigt Bürgermeister Albert Wittmann in einer Mitteilung der Stadt Ingolstadt.

Werbung auf Ingolstädter Stromkästen soll vor Schmierereien schützen

Das städtische Tochterunternehmen in-arbeit wurde damit beauftragt, in einer gesonderten Reinigungsaktion insbesondere verschmierte Stromkästen in der Altstadt zu reinigen. Anschließend sollen die Betreiber, wie die Stadtwerke Ingolstadt, Werbung anbringen, um künftige Verunreinigungen zu vermeiden. Um private Hauseigentümer bei der Entfernung von Schmierereien zu unterstützen, bietet die Stadt einen Zuschuss für die Reinigungskosten an.

Die Hälfte der anfallenden Kosten (bis maximal 250 Euro) können von der Stadt übernommen werden, wenn der Eigentümer innerhalb einer Woche nach der Förderzusage einen Reinigungsauftrag erteilt. Hierzu sollte ein Kostenvoranschlag einer Fachfirma mit einem formlosen Antrag und dem Foto des Graffitis per E-Mail an steuerung@ingolstadt.de geschickt werden. Die Zusage der Förderung erfolgt in der Regel umgehend. Das Angebot wird von den betroffenen Eigentümern gut angenommen, seit 2014 sind Beträge von zusammen 1596 Euro an zwölf Privatpersonen ausbezahlt worden. Auch im laufenden Jahr wurden laut Stadt bereits mehrere Zuschüsse ausgezahlt.

Es gibt auch schön gestaltete Graffiti-Kunstwerke in Ingolstadt

„Selbstverständlich sind Graffitis nicht gleichzusetzen mit Schmierereien“, heißt es in der Mitteilung weiter. Schön gestaltete und legal angebrachte Arbeiten seien nicht nur kreative Kunstwerke, sondern könnten auch das Stadtbild prägen. Ein gutes Beispiel hierfür sei die Unterführung am Nordbahnhof. Nachdem es in Bürgerversammlungen und bei Sitzungen des Bezirksausschusses schon länger Beschwerden über den optischen Zustand der Unterführung gegeben hatte, hat der Stadtjugendring Ingolstadt die Initiative ergriffen und eine künstlerische Gestaltung der Unterführung vorgeschlagen. Und so haben professionelle Graffiti-Künstler die Wände mit den Namen, Flaggen, Logos, Nationalfarben und Infos der zehn Ingolstädter Partnerstädte gestaltet. Auch bei anderen Aktionen gibt es viele Möglichkeiten für legales Graffitisprayen, etwa bei der „La Grande / Petite Schmierage“ oder im Rahmen des Tumult-Festivals. Im Juli verschönerten junge Künstler zum Beispiel die Fassade eines Pumpwerkhauses der Kommunalbetriebe am Unterlettenweg.

Leuchtende Farben und wahre Kunstwerke: Die legale Graffiti-Fläche in Ingolstadt gehört zu den größten in Deutschland. Und sie verändert immer wieder ihr Gesicht.

Doch nicht nur Zuschüsse sollen dazu beitragen, die Stadt von illegalen Graffitis frei zuhalten. Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung auch beschlossen, dass die Stadt künftig 1000 Euro Belohnung an denjenigen zahlen wird, der Hinweise zur Ergreifung der Täter liefert, die öffentliche Gebäude beschmiert haben. Der Betrag wird laut Stadt ausbezahlt, sobald die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben hat. (nr/rilu)

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren