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15.07.2010

Stadt beschließt Parkdeck

Neuburg Der Parkraum in Neuburg Stadt wird erweitert. 26 weitere Stellplätze in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt und Altstadt möchte die Stadt mit einem Parkdeck am Hofgarten schaffen. Der Projektbeschluss ging gestern Abend im Bauausschuss mit drei Gegenstimmen durch.

Damit erfüllt sich ein mutmaßlich lang gehegter Wunsch der Einzelhändler und Bürger. Denn immer fehlt Neuburg Parkraum, um jeden Stellplatz zwischen Färbergasse und Fischergasse wird gekämpft. 26 weitere sind zwar kein Meilenstein in einem Parkraumkonzept Neuburgs. Aber gerade bei Veranstaltungen in der Altstadt hofft die Stadt mit den dann insgesamt 50 Plätzen direkt an der Schlossmauer Altstadtbewohner zu entlasten. Das Hotel Rennbahn wird wohl nach seiner Sanierung ebenfalls von den neuen Stellplätzen profitieren.

Emotionale Debatte bei Detailfragen

Für Anita Kerner der Grund, warum Oberbürgermeister Bernhard Gmehling das Parkdeck am Hofgarten schnell beschlossen haben möchte: "Das muss jetzt Hoppla-Hopp gehen, weil irgendwas versprochen wurde", sagte Kerner. Zudem mahnte sie an, dass solche Beschlüsse gefällt werden, ohne das Verkehrskonzept für Neuburg zu kennen. Immerhin lässt sich die Stadt das Parkdeck Einiges kosten: Insgesamt 467 000 Euro sind für die Arbeiten veranschlagt.

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Emotional wurde die Debatte, als Theo Walter von den Grünen Bedenken anmeldete, dass im unteren Geschoss des Parkdecks nicht ausreichend an Beleuchtung gedacht wurde. Er wolle verhindern, dass noch ungeplante Kosten zu der eh "völlig überzogenen" Kalkulation hinzukommen. "Alle reden von dramatischer Finanzlage und wir geben verdammt viel Geld für das bisschen Parkplatz aus." OB Gmehling ließ das nicht auf sich sitzen: "Mir geht diese cholerische Art auf die Nerven", sagte er, forderte Walter auf, doch zu bedenken, dass es 26 Stellplätze wären und verließ kurz den Sitzungssaal.

Auch Stadtheimatpfleger Roland Thiele kritisierte das Vorhaben. "Das ist eine schwere Beschädigung der Altstadt aus städtebaulicher Sicht", sagte er wohl wissend, dass seine Worte keinen Ausschlag geben werden. Denn bereits in den vergangenen Sitzungen wurde erläutert, dass auch gegen die Empfehlung von Denkmalschutz und der Schlösserverwaltung gebaut werden kann. Doch Gmehling machte nochmals deutlich, dass andere Teile des Hofgartens keinesfalls verschwinden werden. "Daran denkt hier wirklich niemand."

Stadtrat muss den Beschluss noch absegnen

So konnte sich der OB auf seine Fraktion verlassen, die das Projekt mit ihren mehrheitlichen neun Stimmen im Bauausschuss durchwinkte. "Die Geschäftswelt wartet auf jeden einzelnen Parkplatz", sagte Otto Heckl. Freilich muss der Stadtrat nun noch "Ja" sagen, damit mit den Bauarbeiten am Hofgarten begonnen werden kann. Ein Zeitplan wurde nicht vorgestellt.

Die Diskussion ist geschlossen.

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