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29.10.2008

Stadt erteilt Westpark-Ausbau eine Absage

Die Stadt Neuburg will eine Erweiterung des Ingolstädter Westparkes nun definitiv ablehnen. Ein entsprechendes Papier wird noch diese Woche zusammen mit den Stadtverwaltungen Eichstätt, Schrobenhausen und Pfaffenhofen erarbeitet. Das entschieden die Stadträte gestern Abend im Bauausschuss einstimmig.

Wie Gertrud Huis vom städtischen Bauamt dem Gremium vortrug, ist eine Vergrößerung der Westpark-Verkaufsfläche um 17 000 Quadratmeter auf 39 000 Quadratmeter geplant. Das entspricht beinahe der doppelten Grundfläche wie heute. Die Civilis Grundstücksverwertungsgesellschaft aus Gaimersheim will vor allem die Verkaufsflächen für Kleidung, Schuhe und Textilien (8300 Quadratmeter) ausbauen. "Der Großteil des Sortiments ist innenstadtrelevante Ware", so Huis. Laut Berechnungen des Investors würde aus Neuburg etwa 2,8 Millionen Euro an Kaufkraft in den neuen Westpark fließen. Insgesamt wird ein zusätzlicher Umsatz von 68,5 Millionen Euro erwartet.

Mit dem Beschluss im Bauausschuss für eine ablehnende Stellungnahme ist die Stadt Neuburg die erste im Bunde der "Westpark-Gegner". Am 11. November wird das Schreiben dann im Stadtrat abgesegnet. Schrobenhausen, Pfaffenhofen und auch Eichstätt werden bis 17. November in ihren Gremien entsprechende Beschlüsse fassen.

" Ingolstadt wird langsam größenwahnsinnig", sagt Eichstätts Bürgermeister Arnulf Neumeyer, der zudem persönlich von Ingolstadts Bürgermeister Alfred Lehmann enttäuscht ist. Von wesentlichen Entscheidungen wie dem Baumarkt am Weiherfeld hätte man aus der Zeitung erfahren. Neumeyer wird seinen Stadträten nahe legen, die Erweiterung abzulehnen. Doch der Rathauschef weiß auch, dass es nicht alleine reicht, den Westpark kleiner zu halten. "Wir müssen selber was tun, der Einzelhandel muss aktiv werden." Nur wo Alternativen wären, könnte die Kaufkraft gehalten werden.

Stadt erteilt Westpark-Ausbau eine Absage

Doch auch in Ingolstadt selbst gibt es Gegenwind für die Westpark-Erweiterung. Ein aktuelles Gutachten rät der Stadt, in die Innenstadt zu investieren, anstatt auf der grünen Weise das Angebot zu erhöhen. Bisher gibt es auf der Schanz 2,65 Quadratmeter Einkaufsfläche pro Einwohner. Drei Quadratmeter sind das Ziel.

Bis zum 17. November müssen sämtliche Städte der Region 10 ihre Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren bei der Regierung von Oberbayern eingereicht haben (siehe Infokasten). Bis Freitag dieser Woche steht es auch jedem Bürger noch offen, sich zu dem Bauvorhaben zu äußern. Bisher allerdings ist im Neuburger Bauamt und auch bei der Regierung direkt kein Schreiben eingegangen.

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